11. August 2015

Ein Tag in Hong Kong

Hallo ihr Lieben!
Nach einem Monat Stille melde ich mich nun mal wieder. Vor ein paar Tagen war ich in Hong Kong. In der Stadt, in der ca. 7 Millionen Menschen leben, in der Stadt die so viele Hochhäuser hat, dass man aufpassen muss dass man sich in diesem Beton Dschungel nicht verirrt. 
Meinen Tag startete ich in einem kleinen Café auf Hong Kong Island. Ich bestellte einen Matcha Latte- grüner Tee mit Milch- das wird hier so getrunken. Doch nach dem ersten Schluck die Erkenntnis: der Tee schmeckt nach Fisch! Nach einer kurzen Internetrecherche fand ich raus, dass der Tee in China nicht mit künstlichem Dünger gedüngt werden darf und als Ersatz Fischmehl verwendet wird, wodurch dieser fischige Geschmack entsteht. Also alle Achtung wer keinen Fisch mag (wie ich).


Nach meiner Grünenteebegegnung lief ich zum Pier, Wan Chai und fuhr von dort aus mit einer der Star Ferries für umgerechnet etwa 30 Cent, nach Kowloon, auf das Festland. Die Fahrt mit der Star Ferry ist absolut lohnenswert. Frische Luft, ein toller Blick auf die Skyline und das Ganze frisst wenig Geld. Die Tickets holt man sich hier an Automaten, die anschließend Coins auswerfen, die man dann vorm Betreten der Fähre bei einer Schranke einwerfen muss.
Auf der anderen Seite angekommen lief ich bei knallender Sonne zu "The Avenue of Stars". Das ist ein kleiner "Walk of Fame" wie in Hollywood, mit Sternen auf dem Boden und Händeabdrücken von Stars, sowie ein paar Statuen. Gekannt habe ich davon nur zwei: Jackie Chan und Bruce Lee.


Ich fuhr wieder zurück nach Hong Kong Island. Dieses Mal zum Central Pier, der etwas westlicher liegt, als Wan Chai. Dort gibt es das IFC Shoppingcenter- eine riesige Mall mit teueren Geschäften- und super schön kalter Air Condition :-) Nach der kurzen Abkühlung lief ich am Wasser zurück zum Wan Chai Pier. Man sah dort viele Angler und auch ein paar Jogger, die trotz der extremen Hitze ihr Programm durchzogen.

Wieder am Wan Chai Pier angekommen, lief ich etwas weg vom Wasser, und stürzte mich in das Gewühle der Straßenmärkte. Die Straßen sind hier, ähnlich wie ich es aus Sri Lanka kenne, in verschiedene Kategorien eingeteilt: Es gibt z.B. eine Kinderstraße, wo nur Kinderklamotten oder Spielzeuge verkauft werden, oder es gibt eine Marktstraße in der nur Fisch-, Fleisch und Obst/Gemüse verkauft wird. Nach einer kleinen Stärkung stieg ich in eine der Doppeldecker-Straßenbahnen ein, die es hier gibt. Oben zu sitzen ist super- so kann man sich die Stadt ganz gemütlich ansehen. Ich fuhr etwa eine halbe Stunde bis nach Quarry Bay. Quarry Bay ist so ziemlich eines der untouristischsten Viertel in Hong Kong. Doch für mich als Fotografin und Weltenentdeckerin, gab es hier dennoch was zu sehen: Hochhäuser en mas! Tausende kleine Balkone, tausende Fenster und Hunderte von Menschen die diese Häuser bewohnen. Irre! Hier sieht es auch schon etwas asiatischer aus als im Stadtzentrum.



Den Abend verbrachte ich mit einer Kollegin oben auf dem Victoria Peak. Es gibt viele Möglichkeiten dort hinzukommen: Es gibt eine Zahnradbahn (die touristische Variante, mit langen Wartezeiten), es gibt einen Bus und man kann natürlich auch mit dem Taxi fahren. Oben angekommen erst mal die Überraschung: hier gibt es ein großes Einkaufszentrum! Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt... Es gibt dort auch eine große Aussichtsplattform (für Geld), von wo aus man die Stadt sehen kann. Doch die meiner Meinung nach Beste Variante: Ein kleiner Weg durch den Dschungel führt links vorbei an der Aussichtsplattform. Nach ca. einer Viertel Stunde erreicht man ein paar Plätze mit wunderschöner Aussicht auf das Skylinemeer. Es ist Wahnsinn, wie schnell man dem Großstadtrubel entfliehen kann. Es ist ruhig, im Hintergrund höre ich eine Sektflasche ploppen. Die Sonne geht unter. Klickklickklick. Ich beobachte wie der Himmel sich verfärbt und die Lichter langsam angehen.
Good night Hong Kong!


8. Juni 2015

Kurzurlaub am Bosporus {Istanbul Teil 2}


Oh wie schön ist Istanbul...
Der zweite Tag in der türkischen Großstadt beginnt, wie die Tage zuvor auch, mit einem leckeren Frühstück auf der Dachterasse unseren kleinen Hotels- mit Blick auf den Bosporus. Istanbul hat unglaublich viele Dachterassen, es lohnt sich also auf jeden Fall mal nach oben zu sehen!


Nach der kleinen Stärkung machen wir uns gleich auf in Richtung Grand Bazaar. Shopping ist angesagt! Dort ist richtig viel los. Es werden bunte Schälchen verkauft, Tee-Sets, bunt leuchtende Lampen und leckere türkische Köstlichkeiten... Und auch hier huscht immer wieder jemand mit einem Teetablett vorbei. Etwa in der Mitte des Grand Bazaars finde ich ein paar nette kleine Cafés. Hier lässt es sich aushalten :)
Ich verlasse den Bazaar und laufe in Richtung Hagia Sophia, wo unser Hotel liegt. Zufällig komme ich an einem kleinen Laden vorbei an dem unglaublich viele Menschen anstehen. Es gibt Kaffee! Da so viele anstehen, stelle ich mich auch an und kaufe mir ein Päckchen Kaffee. Es riecht so gut!




Am frühen Abend fahren wir in das Viertel Üsküdar. Direkt gegenüber von einem Leuchturm mitten im Bosporus, dem Leanderturm, finden wir einen netten Teegarten- perfekter Ort für den Sonnenuntergang in Istanbul! Kaum haben wir uns auf die bequemen Polster am Boden gesetzt bekommen wir einen wärmenden Cay in die Hände gedrückt. Mit dem heißen dampfenden Tee in der Hand beobachte ich die spielenden Möwen über dem orangeschillernden Bosporus. Bis die Sonne hinter dem Galataturm verschwindet. Die Atmosphäre ist unbeschreiblich.










Nachdem die Sonne hinter dem Galataturm untergegangen ist, gehen langsam die Lichter an. Links leuchten die Moscheen und rechts leuchtet die Skyline des modernen Istanbuls. Zeit für einen zweiten wärmenden Cay. Good night Istanbul!


20. Mai 2015

Kurzurlaub am Bosporus {Istanbul- Teil 1}


Hallihallo ihr Lieben!
Vor ein paar Wochen war ich das erste Mal im schönen Istanbul- der einzigen Stadt der Welt, die auf zwei Kontinenten liegt. In Istanbul herrscht eine ganz besondere Atmosphäre. Die Menschen drängen sich durch die kleinen Geschäftsgassen, schieben ihre Waren mit Schubkarren den Berg hoch und immer wieder sieht man jemanden mit einem Tablett mit Teegläsern vorbeihuschen. Istanbul ist eine Stadt, die man schwer mit anderen vergleichen kann- sie ist total einzigartig.
Die Blaue Moschee und die Hagia Sophia zählen zu den Top-Sehenswürdigkeiten der Stadt. Und das nicht ohne Grund! Die Kuppeln der Blauen Moschee sind mit blau-weiß-roten Fließen besetzt und durch die vielen bunt verzierten Fenster leuchtet das Tageslicht hinein. Mit ihren sechs Minaretten ist sie unter den Moscheen der isamlischen Welt etwas ganz besonderes und echt super schön!
Nur ein paar hundert Meter von der Blauen Moschee entfernt steht die Hagia Sophia. Sie ist eine ehemalige byzantinische Kirche und wurde im 15. Jahrhundert durch die Osmanen zu einer Moschee. Mittlerweile ist sie ein Museum. Durch die Osmanen wurden christliche Malereien und Mosaike durch Putz verdeckt- doch diese wurden nun teilweise wieder freigelegt und liefern so einen Eindruck, wie die Kirche vor mehreren hundert Jahren mal ausgesehen haben muss.






Von den Moscheen aus läuft man etwa zwanzig Minuten zur Galatabrücke am Bosporus. Das ist wieder ein klassisches Beispiel dafür, dass der Weg das Ziel ist. Man läuft durch die Geschäftsstraßen, die doch eher asiatisch als europäisch wirken. Sie vermittlen einen tollen Eindruck, wie die Stadt abseits des Tourismus aussieht. Die Geschäfte sind dabei thematisch geordnet. So reihen sich viele Brautgeschäfte, Stoffgeschäfte, oder Läden für Küchengeräte aneinander.
Am Bosporus angekommen kann man erstmal wieder richtig durchatmen. Seemöven fliegen herum, es werden Simits, kleine Sesamkringel, verkauft und Angler versuchen auf der Galatabrücke ihr Glück. Ich mache eine einstündige Bootsfahrt den Bosporus hinunter bis zur Europabrücke und wieder zurück. Der Wind weht, es ist beinahe etwas frisch und neben dem Schiff tauchen Delfine auf. Zum Glück gibt es, wie fast überall in Istanbul, heißen Tee an Board. Mit meinem wärmenden Teeglas in der Hand schaue ich auf die vorbeiziehenden Häuser und beobachte den Schiffsverkehr auf dem großen weiten Bosporus.








Wieder an Land mache ich mich auf zum Taksim Platz. Das Gedränge auf den Straßen ist groß. Unterwegs esse ich im 5.Kat, einem tollen Restaurant mit Blick auf den Bosporus zu Mittag. Leider ist die erhoffte Dachterasse wegen Bauarbeiten gerade gesperrt. Nach der Stärkung geht es wieder rein ins Gedränge der größten Einkaufsstraße Istanbuls, der Istiklal Caddesi. Und zwischen all den Menschen drängt sich eine kleine rote Straßenbahn hindurch. Da ist man dann wohl zu Fuß schneller ;-)


Den Abend lasse ich in der Bar 360 mit Blick auf den Bosporus und die Stadt ausklingen. An meinem Mojito schlürfend sehe ich wie sich ein orangener Schleiher über Isanbul legt und die Nacht einleutet. Ich kann den nächsten Tag kaum erwarten!

*Mit diesem Blog Post nehme ich am CityBlogAward von Only-apartments, Vueling und Travel on Toast teil
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