30. Dezember 2013

Als Krankenschwester nach Australien


Vor drei Jahren habe ich die Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin in Deutschland begonnen und im Oktober 2013 erfolgreich abgeschlossen. Doch anstatt den Weg zu gehen, den fast alle einschlagen- sofort nach der Ausbildung zu arbeiten- beschloss ich für einige Zeit nach Australien zu reisen, um dort als Krankenschwester Geld zu verdienen und weitere tolle Erfahrungen zu sammeln. Als "echte" Krankenschwester kann man hier leider nicht so einfach arbeiten. Das System ist total anders als in Deutschland. Man müsste erst noch etwa vier Monate dort studieren und einen Englischtest machen. Einfacher, kostengünstiger und zeitunaufwendiger ist es als PCA (Personal Care Assistant), oder auch AIN (Assistant in Nursing) arbeiten. Während dem Reisen Geld verdienen, an freien Tagen am Strand brutzeln und surfen, viel besserer Stundenlohn als in Deutschland… Gibt es was besseres? Hier trifft man in der ambulanten Pflege auch nicht selten auf ein Känguru!
Doch wie läuft das eigentlich ab? Wie kann man in Australien als Krankenschwester arbeiten? Das habe ich hier mal zusammengefasst.

Das sollte in Deutschland erledigt werden
  • Visum beantragen: Ich habe mich für das Work & Holiday Visum entschieden. Mit diesem Visum hat man eine Aufenthaltsgenehmigung für ein Jahr und darf bis zu 6 Monate bei einem Arbeitgeber arbeiten (hierbei muss bei dem Beantragungsprozess für das Visum angegeben werden, das man im Gesundheitssektor arbeiten will, danach folgen weitere Infos zum Ablauf). Kostenfaktor: etwa 300€
  • Untersuchung bei einem Vertragsarzt: Um im Gesundheitswesen in Australien arbeiten zu können, muss man sich erst von einem Vertragsarzt in Deutschland durchchecken lassen. Das heißt: Die Lunge wird geröntgt, es wird Blut abgenommen, es wird ein Sehtest gemacht und die Zähne wurden bei mir sogar angeschaut. Kostenfaktor: etwa 250€
  • Relevante Impfungen auffrischen lassen: Die Standard Impfungen sollten wenn möglich noch in Deutschland aufgefrischt werden (wenn nötig), da ihr das sonst evtl. in Australien machen müsst
  • Urkunde übersetzen lassen: Die deutsche Examens Urkunde sollte man von einem staatlich anerkannten Übersetzer übersetzen lassen. In Australien ist man dann auf der übersetzten Urkunde "Registered Nurse". Kostenfaktor: etwa 30€
  • References: In Australien werden Referenzen von früheren Arbeitgebern ganz groß geschrieben! Deswegen solltet ihr euch unbedingt vorher schon darum kümmern, dass ein Arbeitgeber eine kleine Beurteilung über euch schreibt. Das müssen nur ein paar Sätze sein- am Besten auf Englisch ;-) Oft reicht in Australien aber auch schon der Name des Arbeitgebers und dessen Email Adresse. Manchmal wird ihnen dann per Mail geschrieben und es wird gefragt wie du dich bei der Arbeit so gemacht hast. Ich habe von der Stationsleitung meiner letzten Station, in der ich während der Ausbildung gearbeitet habe eine Referenz bekommen und habe zusätzlich noch zwei Praxen angegeben, in denen ich jeweils eine Woche (vor meiner Ausbildung!) ein Praktikum gemacht habe. Das hat gereicht! Ihr braucht aber mindestens zwei Referenzen!
  • Internationalen Führerschein beantragen: wenn ihr einen Internationalen Führerschein vorweisen könnt, könnt ihr zum Beispiel in der ambulanten Krankenpflege arbeiten. Achtung: der Deutsche Führerschein und der Reisepass muss im Falle des Falles auch vorgezeigt werden. Kostenfaktor: etwa 16€

Was ihr am Besten in eueren Koffer packt
  • übersetzte Urkunde
  • Internationaler Führerschein
  • ausgedrucktes Visum
  • Impfpass
  • schwarze Hose (könnte man brauchen wenn man bei einer Agentur arbeiten will)
  • schwarze abwaschbare Schuhe
In Australien angekommen
  • Tax File Number beantragen: Um in Australien arbeiten zu können braucht man eine Steuernummer. Die könnt ihr hier aber ganz einfach online beantragen. Entweder das wurde kurz vor Abflug schon in Deutschland erledigt, oder man macht das erst in Australien. Es dauert bis zu 4 Wochen bis man die Nummer bekommt. Ich hatte meine aber bereits nach zwei Tagen! Bis zu 28 Tage darf man noch ohne Taxfile Number arbeiten, aber spätestens dann sollte man sie dem Arbeitgeber nachgereicht haben
  • Bankkonto eröffnen: Die weitverbreitesten Banken in Australien sind Westpac, oder Commonwealth. Ein australisches Konto braucht man, damit der Arbeitgeber das Geld überweisen kann. Auf ausländische Kontos wird selten überwiesen bzw. ich weiss gar nicht, ob das überhaupt geht
  • Lebenslauf schreiben:  Wenn in Deutschland noch nicht erledigt, dann sollte das spätestens jetzt passieren! Der Australische Lebenslauf sieht etwas anders aus als der in Deutschland übliche. Am Besten man informiert sich vorher im Internet. Es ist zum Beispiel nicht üblich ein Passbild auf dem Lebenslauf anzubringen. Es werden die Jobs aufgezählt, die man bisher gemacht hat und zusätzlich wird angegeben welche Aufgaben man dort hatte. Tipp: Es gibt im Internet kostenlose "CV Sampler" für Krankenschwestern, von denen man sich einiges abschauen kann!
  • Bewerben! Ich habe mich bei einer großen Krankenschwester Agentur beworben. Dank der lieben Carina von Pinkcompass bin ich darüber gestolpert (sie hat übrigens auch als Krankenschwester in Australien gearbeitet! Mehr darüber auf ihrem tollen Blog). Mit dieser Agentur kann ich in vielen Städten Australiens arbeiten und kann mir auch meinen Dienstplan selber schreiben! Verdient wird dabei ziemlich gut. Zwischen 24$ und 50$ die Stunde! Ein Nachteil ist allerdings, dass man praktisch immer Rufbereitschaft hat und manchmal vier Mal die Woche, manchmal aber auch nur ein Mal die Woche angerufen wird! Dabei wird man je nach Bedarf der Krankenhäuser der jeweiligen Stadt, in der man arbeitet angerufen. Wenn man einen Führerschein hat kann man auch in der ambulanten Pflege arbeiten und mit einer anderen Krankenschwester von Patient zu Patient fahren!

Mit einer Agentur arbeiten
Bei einer Agentur zu arbeiten hat einige Vorteile:
  • man verdient mehr als bei einer Festanstellung (Festangestellte verdienen meist um die 20$/h)
  • man ist flexibel und kann seinen eigenen Dienstplan schreiben
  • Jobs können in vielen Städten Australiens vermittelt werden
  • Wenn du für eine Agentur arbeitest, kannst du sogar länger als 6 Monate für sie arbeiten, weil die Anstellung in einer anderen australischen Stadt als anderer Arbeitgeber zählt
  • man kann einfach mal zwei Monate reisen und hat danach relativ sicher in einer größeren Stadt wieder einen Job
  • man sieht viele verschiedene Krankenhäuser und Stationen, manchmal auch Altenheime oder Rehaeinrichtungen und kann sich so einen guten Eindruck von der Krankenpflege in Australien verschaffen

Allerdings gibt es auch einige Nachteile:
  • man hat an den Tagen, an denen man arbeiten will Rufbereitschaft und wartet immer auf einen Anruf
  • es wird manchmal sehr kurzfristig angerufen, dann heißt es so schnell wie möglich in dem entsprechendem Krankenhaus sein
  • man muss sehr flexibel sein

Am Besten geht man einfach zu einem Büro der Agentur und stellt sich mit seinem Lebenslauf und Co vor Ort vor. Bei mir hat es zwei Wochen gedauert, dann wurde ich zu einem Interview eingeladen. Das Interview läuft aber relativ relaxed ab. Man ist schon so gut wie genommen wenn man eingeladen wird. Man muss lediglich noch einen "drug calculations test" bestehen. Das heißt man sollte das Umrechnen von cm in mm und ähnliches beherrschen, Infusionsgeschwindigkeiten berechnen können... Es wird zum Beispiel auch gefragt " Wenn man 200mg Tabletten hat und der Patient soll 400mg bekommen, wie viele Tabletten müssen verabreicht werden?". Im Großen und Ganzen ist der Test relativ einfach.

Einige Dinge werden dann noch von den Agenturen verlangt um dort arbeiten zu können.
Für die Agenturen braucht man meist:
  • Police clearance: Ein Polizeiliches Führungszeugnis kann man bei der Post beantragen. Kostenfaktor: etwa 60$
  • Working with children check: Kann man ebenfalls bei der Post beantragen. Kostenfaktor: etwa 50$ 
  • MRSA-Screening. Kostenfaktor: etwa 35$
  • einige Kompetenzen sollen aufgefrischt werden, dafür werden praktische Kurse angeboten: Ein Erste Hilfe Kurs und ein Kurs der rückenschonendes Arbeiten vermittelt. Desweiteren müssen evtl. einige Kompetenzen online erlernt werden

Das ist einiges, ich weiß! Aber am Ende lohnt es sich, und es schaut sicherlich nicht schlecht im Lebenslauf aus, wenn man im Ausland schon in verschiedenen Krankenhäusern/Altenheimen gearbeitet hat!
Als PCA wird man oft als Sitzwache eingesetzt und muss auf gefährdete Patienten aufpassen.  Manchmal muss man auch beim Essen austeilen helfen, Zimmer säubern, Patienten beim Duschen helfen, Blutzucker messen, oder einfach nur auf die Glocke gehen. Oder man fährt mit einer Krankenschwester in der ambulanten Pflege von Patient zu Patient... Es ist also ein recht vielseitiger Job!
Ich habe damals in Perth und in Melbourne als PCA gearbeitet. In Perth wurde ich eher in Krankenhäusern eingesetzt und in Melbourne eher in Altenheimen oder Rehaeinrichtungen. Ein ganz besonderes Erlebnis: Eine Nachtschicht als PCA in einem Luxusaltenheim. Dort gab es keine Zimmer, sondern Suiten mit Panoramaausblick über Melbourne und dort zu wohnen kostete einige Millionen. Ich hatte gerade mal fünf Bewohner, die ich in dieser Nacht betreuen musste. In Perth bin ich bei der ambulanten Pflege auf ein paar Kängurus gestoßen und habe mit einem Patienten in einem Krankenhaus während einer Sitzwache beim Football mitgefiebert, während er vergebens versuchte mir die Regeln zu erklären. Eine Zeit, die ich nie vergessen werde!


Falls ihr noch Fragen habt, einfach bei mir melden!

25. Dezember 2013

Merry Christmas from Down Under!

Erstmal wünschen wir euch allen wunderschöne Weihnachten! 
Ich hatte einen wunderschönen Weihnachtstag mit viel Sonne und Frank Sinatra. Den Morgen haben wir am Pool verbracht und nach einem stärkendem Frühstück und Plätzchenbacken haben wir uns auf den Weg zum Strand gemacht. War schon wirklich ziemlich komisch bei sommerlichen Temperaturen Weihnachten zu feiern. Aber ich habe den Tag aufs Volle ausgekostet, denn Weihnachten am Strand zu feiern ist wirklich eine tolle Erfahrung. Dieses Weihnachten werde ich wohl nie mehr vergessen! 

Abends waren wir dann noch lecker mit Freunden im Restaurant "The Aviary" im CBD von Perth essen und danach gab es eine kleine Bescherung. Das Essen war wirklich super lecker, allerdings waren die Preise ganz schön happig. Deswegen gab es dann dort auch keinen 15$ Nachtisch mehr, sondern wir naschten lieber noch ein 30 Cent Eis von McDonalds :-)
Die Weihnachtszeit in Australien war wirklich schön. Es fing im November an mit dem "Christmas lightening", dem Anschalten der Weihnachtsbeleuchtung von Santa Claus höchstpersönlich. Die Stadt war übermäßig mit Lichterketten, Sternen und Engeln geschmückt- es scheint fasst, dass sie damit den nicht vorhandenen Schnee ersetzten wollen. Ganz nach dem Motto "Wenn kein Schnee da ist, dann müssen eben mehr Weihnachtslichter her". Und es gibt mega beleuchtete Häuser. Da erkennt man dann fast das Haus vor lauter Lichtern nicht mehr.

Auf einem großen Platz in Perth fanden immer wieder kleine Veranstaltungen statt, wie zum Beispiel "Christmas carneval", was aber nichts mit Karneval zu tun hatte, sondern eher einem kleinen Volksfest für Kinder glich, mit Miniriesenrad, Streichelzoo und einer betretbaren Plastikkugel mit Schneemann und Kunstschnee, in der Kinder sich mit Schneebällen bewarfen. Die Stadtbusse waren teilweise mit Glitzerketten geschmückt, Busfahrer trugen Nikolausmützen und in bestimmten Zügen konnte man Santa Claus treffen. Und in den Malls gab es, wie man es auch aus Amerika kennt, einen Thron auf dem Santa Claus saß und Kinder für ein Foto auf den Schoß bat. Und das war übrigens einer meiner bisherigen Jobs hier! Ich habe in Malls und Krankenhäusern bei der Weihnachtsdekoration (auch die "Santalands") mitgeholfen. Eine meiner Aufgaben war dort zum Beispiel "fluffing the tree out"- die Äste der Plastikweihnachsbäume zurechtbiegen :D
Die Christmas Parade (Christmas Pageant) ist in Australien auch ein riesen Ereignis. Entweder man geht hin, oder man schaut es sich im Fernsehen an! Genauso auch "Carols by Candlelight", ein Konzert bei dem Weihnachtslieder gesungen werden.

Und wisst ihr was das Beste ist? Dieses Jahr feiere ich zwei Tage Weihnachten! Heute Mittag (25. Dez.) haben uns nette Australier zum Christmas Lunch eingeladen. Es gab (kalten!) Turkey mit Soße, einige Salate und Kartoffeln in einer Art Käse-Sahne Soße. Dazu eine riesige Obstplatte. Lecker! Vor dem Essen gab es aber erstmal eine "Bonbon"(oder auch Cracker)-Competition. Das sind kleine Geschenke, die in Bonbonform eingepackt sind. An jeder Seite des Bonbons hält eine Person fest und auf drei wird daran gezogen. Der, der die größere Hälfte des Bonbons hat bekommt das Geschenk. Dann treten immer andere Personen gegeneinander an, bis die Finalisten feststehen. Die bekommen dann ein riesen Bonbon- wer das bekommt hat gewonnen. Diese Bonbons kann man in Supermärkten kaufen. Theoretisch kann man sie aber auch einfach selber machen! Darin versteckt waren süße Papierkronen, Minijojo, Schlüsselanhänger… Kleinigkeiten eben.
Das war mein Weihnachten in Australien! Mal sehen wo ich nächstes Jahr feiere… aber ich denke wieder zuhause, denn mit der Familie ist es doch am schönsten :)

22. Dezember 2013

Weihnachten in Australien

Es ist wieder soweit! Nur noch zwei mal schlafen dann ist Weihnachten. Doch nicht überall. In vielen Ländern wird Weihnachten nicht am 24. Dezember, sondern am 25. Dezember gefeiert! Von Land zu Land gibt es unterschiedliche Weihnachtstraditionen und nicht immer ist es das Christkind, das die Geschenke bringt!
AUSTRALIA Hier ist gerade Hochsommer! Dieses Jahr feiere ich also Weihnachten bei 30-40 Grad und Sonnenschein. Ich hab da mal ein paar meiner Australischen Patienten ausgequetscht: In Australien wird Weihnachten am 25. Dezember gefeiert. Die Bescherung findet am Morgen des 25. statt, wenn Santa Claus die Geschenke verteilt hat. Den Tag verbringen die meisten Australier mit der Familie, oder mit Freunden am Strand. Oft gibt es dort dann Barbie, es werden Spiele gespielt und es wird viel gelacht. Mit Barbie meine ich hier natürlich keine Barbiepuppe, sondern Barbecue, was die Australier hier einfach nur Barbie nennen.
Am Abend trifft man sich dann zuhause und es gibt ein Festmahl. Meist ist das dann, wie auch in den USA der Turkey, aber oft auch Seafood. Zum Nachtisch gibt es dann einen Christmas Cake, oder Christmas Pudding (Fruitpie). Die Häuser sind in der Weihnachtszeit oft mit vielen Lichterketten geschmückt. Manchmal blinkt sogar der ganze Garten, das Haus, das Dach… In den Zeitungen stehen Anzeigen von diesen bunt beleuchteten Häusern, die zu einem Glühwein einladen und das eingenommene Geld für Wohltätigkeitszwecke spenden. Ist schon Wahnsinn wenn man vor so einem Haus steht und überall blinkt es! Weihnachtsmärkte gibt es hier übrigens nicht. Das kennen die Australier gar nicht! 
Der 26. Dezember wird in Australien "Boxing Day" genannt. An diesem Tag geht ganz Australien shoppen, denn in jedem Laden werden die Preise auf 70% oder mehr herunter gesetzt. Dabei hat der Tag nach Weihnachten (also der 26.) hier nicht wirklich eine Bedeutung. Es geht wohl eher darum möglichst viel Geld auszugeben. Money Money Money… Im Großen und Ganzen, wird Weihnachten hier aber mit viel Blingbling und HOHOHO gefeiert! Ich bin gespannt!

  

19. Dezember 2013

Blogging under the mistletoe {Wintergenuss}


Juhu, nur noch 5 mal schlafen :)
Heute öffnet sich schon das 19. Türchen des "Blogging under the Mistletoe" Bloggeradventskalenders und es gibt Cake Pops!
Ein kleines Add-on Weihnachtsgeschenk z.B. für die Freundinnen, Omas und Opas, oder Geschwister...
Ich warne vor, die Zubereitung beinhaltet eine Menge Wartezeit, aber das Ergebnis lohnt sich, oder? ;)

Zutaten für ca. 30 kleine Bäume
Rührteig:
125g Butter
75g Zucker
Halbes Pck.Vanilinzucker
1 Prise Salz
2 Eier
150g Mehl
 2 TL Backpulver
2 EL Milch
Frosting:
125g Frischkäse
75g Butter
100g Puderzucker
Lebkuchengewürz
Dekoration:
Weiße Kouvertüre
Lolly-Sticks
grüne Lebensmittelfarbe
bunte Crispies/Kügelchen

Los geht's: Zunächst muss man einen Rührteig herstellen. Dafür alle Zutaten für den Teig zusammenmischen und dann im Ofen bei 160 Grad für rund 40 Min. backen. Währenddessen kann man schon das Frosting zubereiten, wofür man den Frischkäse, die Butter, Puderzucker und Lebkuchengewürz vermengen muss. Wenn der Kuchen fertig gebacken hat, wird er in einer Schüssel zerbröckelt und kalt gestellt. Wenn er so richtig ausgekühlt ist, kann man das Frosting unterkneten und zu kleinen Kegeln formen. Die Kegel auf einem Backblech verteilen und nochmals kalt stellen, damit sie nicht zu warm für die Glasur sind. Weiße Schokoladenkouvertüre schmelzen und mit der Lebensmittelfarbe färben. Dann die Lolly-Sticks mit Kouvertüre in die Kegel stecken und trocknen lassen, damit sie fest werden. Danach die Bäumchen glasieren und gleich mit den Kügelchen schmücken. Zum Trocknen, am besten in Styropor stecken und abtropfen lassen.

Jetzt kann Weihnachten kommen! Wenn ihr noch mehr Inspiration wollt schaut doch mal im Türchen 18 bei Bina von ja-sagerin vorbei. Und morgen öffnet sich dann das Türchen bei Sabrina von sabinasterntal!
Ich mache mich jetzt mal ans Einpacken der Geschenke. Habt ihr schon alles?
Schönes 4. Adventswochenende,

16. Dezember 2013

20 Random facts about Australia

Australien ist anders. Klar es ist ein anderes Land! Um euch aber mal einen Eindruck von Australien zu vermitteln, hier mal eine kleine Liste von Dingen, die hier einfach total anders als in Deutschland sind!

1. Linksverkehr: 
In Australien wird auf der linken Straßenseite Autogefahren, der Fahrer sitzt rechts. Das ist gar nicht so einfach! Denn der Blinker ist zum Beispiel auch rechts, da geht schon mal der Scheibenwischer los! Auch die Rolltreppen oder die Knopfleiste bei Poloshirts ist oft auf der anderen Seite! Türen öffnet man wenn man den Schlüssel gegen den Uhrzeigersinn dreht. Da taucht in meinem Kopf die Frage auf: gibt es in Australien mehr Links- als Rechtshänder?

2. Burger King heißt hier Hungry Jacks

3. Steckdosenschalter: 
Steckdosen haben einen Schalter zum Strom an- und ausschalten

4. How's it going?:
Hier begrüßt man sich nicht mit einem einfachen "Hello" oder "Hi", sondern mit "How's it going?" Eine ehrliche Antwort erwartet hier niemand "I'm good, how are you?"

5. Liqourstores:
Alkohol wird hier ausschließlich in Liquorstores verkauft. Ein Öttinger Bier kostet hier knapp 5$ (in Deutschland unter einem Euro), für die Bierdeckel braucht man hier keinen Flaschenöffner, man kann sie aufdrehen!

6. ALDI:
In Australien gibt es ALDI- billiger als Woolworth oder Coles

7. Sweet:
Australier sagen statt "cool" "sweet". Als ein Australier dieses Wort in einem Gespräch dauernd verwendete, dachte ich mir nur: wieso findest du alles was ich sage süß? :-D

8. Thank you!:
Australier bedanken sich beim Aussteigen aus dem Bus beim Busfahrer- überhaupt bedanken sich Australier viel und sehr oft! Sehr höflich und nett :)

9. "Self serve" Kassen:
In den Supermärkten gibt es "Self serve" Kassen, hier kann man seine gekauften Dinge selber einscannen und in Tüten verpacken. Bezahlen kann man hier mit Karte, oder auch in Bar "Thank you for shopping with Australias fresh food people"

10. Vegemite:
Viele Australier lieben Vegemite. Ein Hefe-Brotaufstrich, der nach Brühwürfel oder Maggie riecht und auch so schmeckt! Guten Appetit!

11. "Sorry":
Sobald man auf der Straße in die Nähe einer anderen Person kommt entschuldigen sie sich

12. Wöchentlich Miete:
Miete für Wohnungen oder ähnliches zahlt man in Australien wöchentlich, nicht monatlich. Auch das Jobgehalt bekommt man hier meist wöchentlich

13. "White tea and a cup of Milo please":
Australier trinken hier hauptsächlich "White tea", dh. schwarzer Tee mit Milch. Auch sehr beliebt ist "Milo" (Kakaoähnlich)

14. Zigarettenkonsum:
In Australien ist rauchen sehr teuer, mit 20$ pro Packung ist man dabei. Die Zigarettenpackungen schauen dabei alle gleich aus, man erkennt fast keinen Unterschied mehr zwischen den verschiedenen Marken. Alle Packungen haben Bilder von einer schwarzen Lunge, einer Fehlgeburt, oder faulenden Zähnen darauf. Naja, so wird vielleicht in Australien doch durchschnittlich weniger geraucht als in anderen Ländern?

15. So High:
Die süßen Koalas sind nicht wie viele glauben high von den Eukalyptusblättern. In den Eukalyptusblättern befinden sich nur so wenig Nährstoffe, dass die Koalas auf Sparmodus umschalten. Sie schlafen ca. 19 Stunden am Tag!

16. Winke-Winke:
In Australien muss man dem Busfahrer winken um mitgenommen zu werden. Das erklärt warum der Bus in der ersten Woche hier immer an mir vorbei gefahren ist

17. Ampeln:
Die Ampeln sind hier auch auf der anderen Straßenseite der Kreuzung. Komisches verrenken, um die Ampel zu sehen fällt hier aus. Für die Fußgänger ertönt ein lautes Piepen, damit auch wirklich jeder merkt, dass es Grün ist. Trotzdem gehen alle über Rot. Es gibt manche Kreuzungen, da haben alle Fußgänger gleichzeitig Grün. Da laufen dann einfach alle kreuz und quer über die Straße!

18. Black on the Back: Hier gibt es wie in Deutschland auch weiße Nummernschilder. Wer Geld hat kann sich für ein paar Hundert Dollar im Jahr ein schwarzes kaufen- und darauf schreiben lassen was er will, z.B. DIVA. Es gibt auch andere Farben zur Auswahl!

19. Ice Baby: Eine Kugel Eis kostet hier so 3-4$! Außer bei McDonalds. Dort kostet der Self serve cone (Softeis in einer großen Waffel) 30 Australische Cent!

20. Fruits and Veggies: Obst und Gemüse ist hier oft sogar teuerer als in Deutschland. Obwohl es in Australien angebaut wird.

11. Dezember 2013

Bryce Canyon {USA}

Heute gibt es mal wieder einen Post über einen anderen Kontinent: Nordamerika! Der Bryce Canyon war einer meiner Highlights auf unserem USA Roadtrip vor ein paar Jahren. Von oben hat man hier einen perfekten Panorama-Blick über den rot-orangenen Canyon. Vor Allem bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang wird man mit einem 5-Sterne-Blick belohnt. Doch nicht nur von oben ist der Canyon schön anzusehen. Es gibt auch die Möglichkeit den Canyon auf dem Rücken eines Pferdes erkunden. Es war wirklich ein tolles Erlebnis zwischen den orangenen Felsen zu reiten. Da kommt Wild-West Stimmung auf! Inklusive Cowboys!
Das Pferd meines Bruder war leider nicht das bravste. Während wir einen schmalen Weg den Canyon hinunter geritten sind, ist sein Pferd immer Mitten durch die Büsche gelaufen- ganz am Rande des Pfades! Unten angekommen sah das Pferd eine Schlange, ging wiehernd hoch, der Hut meines Bruders flog vom Kopf und das Pferd galoppierte davon- mein Bruder auf dem Rücken des Pferdes. Irgendwann kam er dann wieder zurück getrabt. Sah wirklich total lustig aus :-D
Nach dem schönen Sonnenuntergang saßen wir in unserem Camp am Lagerfeuer und ein Ranger erzählte uns Gruselgeschichten.
Und mit nach Hause habe ich gebracht: wertvolle Erinnerungen



8. Dezember 2013

Sydney's Ruheoasen

Sydney ist mit über 4 Millionen Einwohnern die größte und wohl auch bekannteste Stadt Australiens. Doch trotz des Skyscraper-Meeres und den belebten Straßen findet man in der Großstadt viele Ruheoasen abseits des Trubels.
Der Hyde Park befindet sich im Herzen der Stadt, nicht weit entfernt von der Hauptgeschäftsstraße, der George Street. Mit den vielen Laubbäumen, die Schatten bieten und dem gut gepflegtem Rasen, kann man hier perfekt die Füße hochlegen und einfach mal entspannen. Und das ist bei einem Stadtbesuch von Sydney bitter nötig, denn da die meisten Busse kostenpflichtig sind, läuft man dann doch gerne zu Fuß.
Im nördlichen Teil des Hyde Parks befindet sich neben anderen Denkmälern der Archibald Fountain, der den Park in eine richtige kleine Oase verzaubert. Es finden auch immer mal wieder Märkte und kleine Festivals statt, wie z.B. "Art and About" oder der "Sydney Food and Wine Fair". 

Auch ein bekannter und meiner Meinung nach sehr sehenswerter Park, ist der Botanische Garten. Mit seiner Lage, direkt bei der Oper bietet er sich nicht nur super als Foto-Spot an, sondern ist auch perfekt für eine Pause nach einer kleinen Sightseeingtour.
In dem Park gibt es aber auch einiges zu sehen. Neben einem Rainforest Walk, einem Rosengarten und einem orientalischen Garten gibt es auch ein Tropical Centre, das leider gerade wegen Renovierung geschlossen war. Eine tolle Aussicht auf die Oper muss man am "Mrs Macquaries Point" haben. Irgendwie habe ich es aber zeitlich nicht geschafft meinen Hintern dort hinzubewegen- beim nächsten Sydney Besuch werd ich das aber auf jeden Fall tun.
Eine andere Möglichkeit dem Großstadtdschungel zu entfliehen ist einen der vielen Strände von Sydney zu besuchen. Der Manly Beach (etwa eine halbe Stunde mit der Fähre) bietet sich zum Beispiel an, oder der Bondi Beach mit seinen etwas ruhigeren Nachbarstränden.

4. Dezember 2013

Things to do in {Perth}

Perth ist die größte Stadt Westaustraliens. Hier gibt es wunderschöne Parks, die zum Picknicken einladen, tolle endlose Strände mit super Wellen zum Surfen, hippe Restaurants und Bars und tolle Plätze an denen man die Welt vorbeilaufen sehen kann. Mit der Skyline und den Wolkenkratzern, Schickimickibankenvierteln, den vielen unterschiedlichen Menschen und den zahlreichen Events, die hier stattfinden stellt sich definitiv das Großstadtfeeling ein. Doch Perth bietet nicht nur das. Die Stadt ist perfekter Ausgangspunkt für Ausflüge in die Natur und zu weißen Sandstränden mit kristallklarem türkis-blauem Meer. Was also sollte man in Perth gesehen haben? Hier ein paar Ideen.

Der Kings Park ist DER Park Perths. Von hier aus hat man eine atemberaubende Aussicht auf die Stadt mit ihrer Skyline und dem Swan River. Der Park hat perfekten Rasen, er schaut fast künstlich aus (ist er nicht, habe dran gezupft;-). Neben einer Treetopwalk-Brücke über die Bäume des Parks, einem botanischen Garten mit einem kleinen Bächlein und verschiedenster Vegetationen Australiens, gibt es auch riesige Wildblumenwiesen, die im Frühling in voller Pracht blühen. Die Jogger treffen sich auch gerne an einer Treppe des Parks und rennen wie die Verrückten hoch und herunter. Auch mal sehr lustig anzusehen. Wenn ihr also in Perth Hunger auf Sport bekommt, packt die Turnschuhe ein und macht mit bei dem, wohl sehr anstrengendem Treppenjogging. Doch am Besten nimmt man sich einen Picknickkorb mit und genießt die Ruhe in dieser sattgrünen Oase am Rande der Großstadt. Es finden auch täglich kostenlose Führungen durch den Park statt. Mehr Infos dazu hier.

Rottnest Island ist ein Muss bei einer Reise in Westaustralien. Mit ihrer hügeligen grünen Landschaft, den gut ausgebauten Fahrradwegen (Autofreie Zone!) und den einsamen Buchten mit weißem Sandstrand und türkis-blauem Meer, ist die Insel ein Paradies für Naturliebhaber. Mit dem Fahrrad fährt man hier samt Schnorchelausrüstung über die kleinen Hügelchen von Bucht zu Bucht und nicht selten trifft man auf süße Quokas (Kleinschwanzkängurus). Wenn ihr mehr über die kleine Insel wissen wollt,  schaut euch einfach mal meinen Post über Rottnest Island an.

Einer der schönsten und beliebtesten Strände von Perth ist der Cottesloe Beach. Das viktorianische Bootshaus, das ihr auf dem Foto seht, erinnert mich an Brighton (England). Neben Schnorchel-, Schwimm- und Surfmöglichkeiten hat man hier abends einen wunderschönen Blick auf die im indischen Ozean untergehende Sonne. Neben der Möglichkeit sein Handtuch im Sand zu platzieren gibt es hier auch die Möglichkeit es sich mit seinem Handtuch auf einer Wiese direkt am Strand gemütlich zu machen- Schattenplätze inklusive! Das kristallklare Wasser macht das Bad im Meer perfekt. Direkt am Strand, an der Marine Parade, gibt es zahlreiche Restaurants, Bars und Cafés, die zu einem kleinen Snack oder einem Eis einladen. Nicht umsonst ist der Cottesloe Beach 2009 von Lonely Planet zum weltweit zweitbesten Strand für Familien gewählt worden!

Wer nur für kurze Zeit in Australien ist und noch kein Känguru gesehen hat, der sollte Heirisson Island besuchen. Heirisson Island ist eine kleine Insel im Swan River mitten im Zentrum von Perth, die zu Fuß zu erreichen ist. Auf der Insel gibt es ca. sechs Kängurus, die dort frei herumhüpfen. Am besten besucht man die Insel kurz nach Sonnenauf-, oder Sonnenuntergang, da sich die Kängurus in der Mittagshitze gerne in den Büschen verstecken. Sie sind total zutraulich! Und das Ganze ist umsonst, wieso also Geld für einen Wildlifepark bezahlen?

Ein Ausflug in das kleine Fischerörtchen Fremantle lohnt sich allemal. Von Perth aus fährt man mit dem Zug etwa eine Dreiviertel Stunde (ca. 4,20$ pro Fahrt)- Züge fahren von der Perth Station aus, etwa alle 10-20 Minuten. In Freo, wie es von den Einheimischen genannt wird herrscht eine relaxte, lockere Atmosphäre. Am Fishingboat harbour gibt es viele nette Restaurants und Bars, die vor Allem Fischgerichte anbieten. Hier kann man schön entlang schlendern und die Fischerboote begutachten. An einer anderen Ecke von Fremantle, dem "Cappuccino Strip" reiht sich, wie der Name schon verrät, ein Café an das Nächste. Sehen und Gesehen werden lautet hier das Motto. Am Wochenende gibt es einen großen Markt in Fremantle, an dem die lokalen Farmer frisches Obst und Gemüse verkaufen. Das ist hier dann übrigens meist auch billiger als in einem Australischen Supermarkt!
Also auf nach Perth!

2. Dezember 2013

Mrs.S {Perth}

Vor ein paar Tagen bin ich zufällig auf dieses kleine tolle Café in Maylands, Perth gestoßen. Schon von Außen sprach mich dieses schnukelige Café mit den rot-weißen Girlanden im Schaufenster an.
Im Mrs.S gibt es wahnsinnig leckere Kuchen & Muffins. Da wäre zum Beispiel der Carrot Coconut Cake, Turkish Choc Cupcake, Lemon Ricotta Cake, oder der Strawberry Almond Cinnamon Muffin. Letzteren habe ich probiert und war sofort im Muffinhimmel. So saftig, mit ganzen Erdbeerstückchen. Yummy! Der Kaffee ist hier auch sehr gut- nicht zu bitter, nicht zu stark und nicht zu heiß und mit einem Sahne-Kaffeeherzchen. Die Inneneinrichtung hat mich auch sehr angesprochen. Hier ist alles schön bunt, es gibt viele Blumen und nette Speisekarten- verpackt in einem kleinen Kinderbuch. Und wer zu spät zum Frühstück kommt: hier gibt es auch Mittagessen!
Also falls ihr mal in Perth seid, nicht nur im CBD bleiben, sondern auf nach Mailands zu diesem gemütlichen Café mit Wohnzimmeratmosphäre!
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