28. Oktober 2013

Der rote Stein im Nirgendwo {Ayers Rock}

Wer kennt ihn nicht, den roten Stein auf der anderen Seite der Welt, inmitten einer rotsandigen Buschlandschaft. Der Uluru im roten Zentrum Australiens ist wohl das Wahrzeichen des roten Kontinents. Doch warum reisen Menschen bis ans andere Ende der Welt, um sich einen roten Stein anzusehen? Wer einmal dort gewesen ist und den roten Stein aus der Nähe gesehen hat, mit all den Erzählungen der Aborigines über ihren heiligen Berg und wer den Stein bei Sonnenuntergang, oder Sonnenaufgang leuchten hat sehen- der weiß warum man mitten in eine Wüste reist.
Wir haben eine 3-Tagestour durch das Outback gemacht, bei der wir mit einem Kleinbus (wir waren 20 Leute) von Ort zu Ort gefahren sind und in Swags (Schlafsäcke mit Matratze) unter Sternenhimmel geschlafen haben. Das war wohl die billigste und auch schönste Variante, da ein Auto mieten dort sehr viel teuerer gekommen wäre. Von Alice Springs aus, der größten Stadt im rotem Zentrum, sind wir am ersten Tag bis zum 450km entfernten Ayers Rock gefahren. Von dort haben wir dann auch eine Wanderung bei den Olgas gemacht. Am dritten Tag ging es weiter zum Kings Canyon und dann zurück nach Alice Springs.                                                                                                             Der Sonnenaufgang beim Ayers Rock war auf jeden Fall eines der Highlights. Alle warteten auf den roten Ball am Horizont, der die ganze Landschaft in ein gelb-oranges Licht tauchte und die Olgas in leuchtendem orange strahlen lies (dazu mehr in einem anderen Post). Es gibt viele Erzählungen der Aborigines über den roten Stein. So wird zum Beispiel erzählt, dass zu Beginn nur Wüste da war und auf der einen Seite die Kunia (Teppichschlangen-Menschen) und auf der anderen die Mala (Hasenkänguru-Menschen) wohnten. Es kam zum Streit und die Kämpfe führten zur Erhebung  der Erde und somit zur Entstehung des Uluru, der praktisch den Geist der Kämpfe darstellt. Auch heute noch kann man die vielen Löcher und Bruchstellen von den brutalen Schlachten sehen. Was ich auch sehr spannend finde, ist dass der Ayers Rock wie ein Eisberg in der Wüste steht. Man geht davon aus, dass er noch etwa 7km in die Tiefe reicht und praktisch nur die Spitze dieses riesigen Steinbrockens an die Oberfläche tritt. Fast unvorstellbar!
Abends kochten wir immer zusammen und saßen um das Lagerfeuer herum. Es gab sogar Kuchen zum Nachtisch! Aus Haferflocken, mit ein bisschen Wasser und Zucker einfach in einem Topf in das Lagerfeuer gestellt und nach kurzer Zeit war er fertig. Noch ein paar Aprikosen drauf und er war simply delicious! Muss ich unbedingt auch mal backen! Es war erstaunlich warm am Ayers Rock. Klar tagsüber rechneten wir schon damit, dass es heiß wird. Aber eigentlich dachten wir nachts wird es in der Wüste richtig kalt. Leider nicht! Wir haben in unseren Swags regelrecht geschwitzt und haben dann teilweise sogar ganz ohne Decke geschlafen! Auch wenn Krabbeltierchen unterwegs waren! Die erste Nacht fing damit an, dass eine große Vogelspinnenähnliche Spinne auf unseren Swags saß. Unser Guide hat sie aber eingefangen und weit weg von den Swags wieder freigelassen. Nungut. In der zweiten Nacht lag nur ein paar Meter neben den schon ausgerollten Swags eine Schlange, von der keiner so richtig wusste ob sie giftig war oder nicht. Puh! Aber ist ja nichts passiert :)Das leuchten des Ayers Rock bei Sonnenuntergang konnten wir leider nicht richtig genießen, da Wolken die Sonne verdeckten. War aber trotzdem eine tolle Atmosphäre:) Ich melde mich bald wieder! Das Wetter ist hier momentan echt super, waren heute das erste Mal am Strand! Liebe Grüße,

Kommentare:

  1. Ahhh das mit der Spinne klingt echt eklig :D Aber ansonsten war es sicherlich toll. Was für eine Bustour war das genau?

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    1. Ja die Spinne war echt gruselig!:D
      Der Veranstalter heißt "Wayoutback"- 3 Tage Outback von Alice Springs aus, mit Wanderungen am Ayers Rock, in den Olgas und im Kings Canyon, Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge haben wir auch immer an tollen Orten gesehen (um 4 Uhr aufstehen, puuuh:D Übernachtet haben wir in Swags und Verpflegung war auch dabei (Frühstück, Mittagessen, Abendessen). Und haben dafür etwa 250 € pro Person gezahlt- was preislich echt in Ordnung ist! Wenn wir nach Alice Springs geflogen wären und uns dort ein Auto geliehen hätten und zusätzlich noch Geld für Benzin & Verpflegung hätten ausgeben müssen, wäre das bestimmt echt teuer geworden, da im Red Center die Lebensmittelpreise auch nochmal um einiges teuerer sind! War echt eine schöne tour:)

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  2. 7 km? Das ist wirklich unvorstellbar! Die Spinne hätte mich auch sehr aus dem Häuschen gebracht, aber den Uluru zu sehen war den Schrecken bestimmt wert!:)

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  3. Das klingt richtig toll und die Fotos sind wirklich zauberhaft. Ich glaube ich hätte da nicht viel schlafen können, weil ich die ganze Zeit Angst vor den Krabbeltierchen gehabt hätte. :D
    Der Sternenhimmel muss doch bestimmt auch unfassbar schön gewesen sein, oder?

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  4. WIe toll. Ich glaub ich war selten so neidisch:P. Richtig klasse!!
    Also ich lerne ja Hotelfachfrau und wollte dann dort in London auch wenn möglich in einem Hotel arbeiten:). Ich hoffe irgendwie ist das alles realisierbar:D.<3

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  5. Wie können deine Bilder nur so perfekt sein? Ich werde so neidisch! :o
    Mach weiter so,
    http://lisa-justbreathe.blogspot.de/

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  6. Ihr erlebt soviel, komme gar nicht mit lesen hinterher.
    Die Bilder sind toll geworden, die Farben sind unglaublich.

    LG
    Manuela

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