30. Dezember 2014

Travel Roundup 2014

Letztes Jahr war eines der Ereignisreichsten meines Lebens. Ich flog für ein Jahr Work-and-Travel nach Australien. Doch nur bei Australien blieb es nicht. Es ging auch nach Dubai, Bali, Gili Islands, Lombok, Fidschi… 
Vierzehn Monate später bin ich mit einem Koffer voller Erfahrungen und Erinnerungen zurückgekommen. In diesem Jahr hat das Glück mich verfolgt und ich kann wirklich sagen, dass alles so gelaufen ist, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich habe von dem höchsten Turm der Welt nach Unten geblickt, bin mit Walhaien geschwommen, habe mit einer Blumenkette um den Hals eine Kokosnuss auf den Fijis geschlürft, habe einen fast 4000er Bestiegen, habe Schafe durch das Australische Outback getrieben, war Wellenreiten auf Bali, Tauchen in Indonesien, Cocktail schlürfen auf dem Marina Bay Sands in Singapur und über den Dächern Bangkoks…
Und ich kann sagen Ich bereue nichts!
Es war die absolut richtige Entscheidung nicht den typischen Weg zu gehen mich direkt dem Arbeitsleben hinzugeben, sondern die Welt zu bereisen; Neue Menschen, neue Kulturen und wunderschöne Länder zu entdecken, die manch einer nur aus dem Fernsehen oder Büchern kennt. Ich kenne viele in meinem Alter, die mich darum beneidet haben und auch die Welt bereisen wollten. Dann macht das jetzt und wartet nicht auf Morgen! Ihr habt auch nach einem Jahr Reisen noch vierzig Jahre Zeit um Karriere zu machen und auf euere Rente zu sparen ;-)

Wo ich war
  • sechs Monate in Perth / Australien
  • zwei Monate in Melbourne / Australien
  • einen Monat im OutbackAustralien
  • zwei Monate "On the Road" / Australien
  • einen Monat auf BaliIndonesien
  • eine Woche auf Lombok / Indonesien
  • eine Woche auf den Gili IslandsIndonesien
  • zwei Wochen auf Fiji
  • zwei Wochen auf Java / Indonesien
  • vier Tage in Singapur
  • eine Woche in Bangkok / Thailand
  • drei Tage in Chiang Mai / Thailand
  • drei Tage in DubaiVereinigte Emirate
  • einen Monat in Sri Lanka über Silvester 2014/2015

Landschaftliche Highlights
  • Australiens Westküste: Der Roadtrip vom maritimen Süden der Australischen Westküste bis in den tropischen Norden. Man durchfährt dichte Wälder, Buschlandschaften, Wüsten, vorbei an endlosen Stränden bis in den tropischen Urwald im Norden- total vielseitig. Landschaftlich besonders toll, ist neben dem Litchfield Nationalpark, der Karijini Nationalpark. Dort kann man tiefe Schluchten durchwandern und durchschwimmen und landet am Ende meist an einem Wasserfall
  • Great Ocean Road: Die Great Ocean Road ist eine der bekanntesten Straßen der Welt. Und das hat auch einen Grund, denn sie ist landschaftlich einfach wunderschön. In den Bäumen hängen die Koalas, Papageien fliegen herum und Surfer tummeln sich im Meer. Die Straße führt, wie viele glauben, nicht nur am Meer entlang sondern auch durch grüne Hügellandschaften, Eukalyptuswälder und vorbei an im Urwald versteckten Wasserfällen
  • Red Center, Australien: Ganz zu Beginn der Reise, habe ich eine Tour durch das Red Center gemacht. Ich bin um den Ayers Rock gewandert, bin im Kings Canyon durch den Garden Eden gelaufen… Doch am aller Besten hat mir die Landschaft bei den Olgas gefallen. Das ist eine orangene Felslandschaft, die mit grünen Büschen bewachsen ist. Der perfekte Kontrast!
  • Reisfelder auf Bali: Mit einem Moped bin ich ein paar Tage durch Bali gekurvt, vorbei an den sattgrünen, meist stufig angebauten Reisfeldern. Das kannte ich bisher noch von keinem anderen Ort an dem ich war. Man konnte die Arbeiter auf dem Feld beobachten, Frauen mit Körben auf dem Kopf laufen sehen und immer wieder fielen die kleinen bunten Tempelchen bei den Reisfeldern auf
  • Der Ausblick Kraterrand des Mount Rinjani: Auf Lombok habe ich eine Drei-Tages-Tour auf den Vulkan "Mount Rinjani" gemacht. Von dem Kraterrand aus kann man in den Kratersee schauen, in dem sich ein weiterer kleiner Vulkan befindet. Der höchste Punkt ist fast 4000 Meter hoch! Die drei Tage waren wohl die körperlich anstrengendsten meines Lebens! Doch der weite Ausblick von oben hat das wieder gut gemacht 

Strand Highlights
  • Lucky Bay im Südwesten Australiens: Der Sand so weiß wie Schnee und das Meer türkisblau. Den riesigen Strand der Lucky Bay hatte man fast für sich alleine und abends hüpften Kängurus am Strand herum. An der Nachbarbucht sah ich eines Morgens eine Gruppe Delfine vorbeischwimmen
  • Lake McKenzie, Fraser Island, Australien: Ja ihr habt richtig gelesen! Einer der schönsten Strände meines letzten Jahres habe ich an einem See entdeckt. Fraser Island ist die größte Sandinsel der Welt. Und so findet man auch im See Sand. Weißen Sand! Das Wasser leuchtet dadurch wunderschön Türkisblau
  • Gili Air, Indonesien: Direkt am Meer gibt es gemütliche Strandbars, wo man eine frische Kokosnuss schlürfen kann. Das und die vielen A-Frame Hüttchen mit den Palmen außen herum machen die Insel zu einem kleinen Paradies
  • Fiji: Wer hätte es gedacht. Fiji hat wirklich Traumstrände wie aus dem Bilderbuch. Unzählige Palmen die teilweise über den Strand hängen und ein mit bunten Korallen bewachsener Ozean. Einer meiner Highlights: der Strand von Mana Island
  • Strände bei Senggigi, Lombok: Sobald man den kleinen Ort verlässt, findet man unzählige schöne Palmenstrände, wo der Tourismus noch nicht angekommen zu sein scheint. Es gibt lediglich ein paar einfach erbaute Palmenblätter Hüttchen aus denen Einheimische frischen Fisch oder leckere Kokosnüsse verkaufen
  • Mission Beach, Australien: Einer der Strände im Nordosten Australiens, an dem Palmen wachsen. Eine neben der Anderen
  • Shell Beach, Australien: Der Shell Beach besteht aus Millionen kleiner weißer Muscheln. Dadurch hat das Meer dort auch eine wunderschöne türkisblaue Farbe

Schönste Sonnenuntergänge
  • Cable Beach in Broome, Australien: Der Strand ist riesig und relativ überlaufen, dennoch ist die Atmosphäre bei Sonnenuntergang einfach unbeschreiblich. Gesattelte Kamele laufen vor der untergehenden Sonne am Strand entlang, das Sonnenlicht spiegelt sich in dem nassen Sand, einige Australier sitzen angelnd auf Campingstühlen neben ihrem Fourwheel-Drive und in der Bar oberhalb des Strandes spielt eine Live-Band… 
  • Gili Trawangan, Indonesien: In der Sunset Bar auf dieser kleinen Insel kann man sogar die Küste Balis sehen. Bei Ebbe ist der Sonnenuntergang besonders toll, denn da spiegelt sich das Orange-Rosane Licht in zurück gebliebenen Pfützen
  • Fiji: An den wunderschönen Palmenstränden kann man wunderschöne Sonnenuntergänge von der Hängematte aus beobachten
  • Mount Rinjani: Um den Vulkan herum waren Wolken, das heißt man sah den Sonnenuntergang über den Wolken und die Sonne tauchte den Krater in wundervolles Licht
  • Great Ocean Road: hunderte kleine Schäfchen Wolken wurden gelb-rötlich von der Sonne beschienen. Im Meer tummelten sich die Surfer…
  • Pinnacle Desert, Australien: hunderte Orange leuchtende Sandsteine leuchteten beim Sonnenuntergang noch mehr. Es war eine unglaublich mystische Stimmung 
  • Ayers Rock: Dort sah ich einen wirklich perfekten Sonnenaufgang neben dem Ayers Rock. Das muss man wirklich einmal gesehen haben!

Glückliche Erlebnisse
  • Ich hatte während dem ganzen Jahr nur etwa zwei Wochen Regen und sonst eigentlich immer Sonnenschein
  • Ich wurde von Leuten, die ich bei der Rinjani-Besteigung kennenlernte, in das 5-Sterne Sheraton auf Lombok eingeladen. 5 Sterne Hotel umsonst!
  • Beim Tauchen auf Nusa Lembongan habe ich drei Manta Rochen auf einmal gesehen
  • Bei einem Nachttauchgang auf den Gili Islands war ich umgeben von leuchtendem Plankton
  • in Perth habe ich ein Konzert von Jack Johnson umsonst gesehen
  • Während meiner Zeit in Perth campte der bekannte ehemalige Footballspieler Niki Winmar direkt neben uns und lud auch immer wieder zum Essen ein. Bilder von ihm hängen sogar in den Australischen Museen!
  • über TravelonToast habe ich bei einem Gewinnspiel einen sechs monatigen Sprachkurs gewonnen. Seit einem Monat lerne ich jetzt Spanisch!
  • ich bin an der Australischen Westküste mit riesigen Walhaien geschwommen

Bestes Essen
  • Pasta mit selbergemachtem Pesto im ViaVia in Yogyakarta, Java
  • Vanilla-Chocolate Cupcakes in der Magnolia Bakery in Dubai
  • Stachelrochen in einem Hawker Center in Singapur
  • frisch gebackener Orangenkuchen in einem kleinen Café auf Nacula Island, Fiji
  • Nasi Campur in Canggu, Bali

Wertvollste Erfahrungen
  • Bei der Arbeit mit einer Krankenschwesteragentur habe ich viele Krankenhäuser und Altenheime Australiens kennengelernt. Es war toll immer wieder mit neuen Krankenschwestern zusammen zuarbeiten und das Gesundheitssystem in Australien kennen zulernen. Die Unterschiede zu Deutschland waren total interessant
  • Auf den Gili Islands habe ich meinen "Advanced Diver" gemacht. Dabei habe ich auch viel über Meerestiere und das Tauchen ansich gelernt, was ich in den Jahren zuvor, in denen ich nicht Tauchen war, schon wieder vergessen hatte. Durch den Advanced Diver, hatte ich die Möglichkeit einen Nachttauchgang zu machen, was mir supergut gefallen hat
  • Durch die vielen verschiedenen Jobs und Orte, in denen ich war, habe ich unterschiedlichste Menschen aus unterschiedlichsten Ländern kennengelernt. Ich bin offener geworden und mein Englisch hat sich auch verbessert
  • Ich bin zum Sparfuchs geworden. Durch die hohen Preise in Australien wurde ich super geizig und habe dadurch viel Geld sparen können. Ich war immer wieder auf Schnäppchenjagd und habe angefangen Preise zu vergleichen. Und diesen Geiz habe ich heute noch. Geld fliegt bei mir nicht mehr so schnell aus dem Geldbeutel!
  • Ich habe zwei Monate auf einem Weingut gearbeitet. Dort habe ich den kompletten Weinprozess mitbekommen. Ich habe Trauben gepflückt, beim Pressen der Trauben geholfen, den Wein in Fässer abgefüllt und dann in Flaschen, habe sie gelabelt und am Ende dann auch probiert. Das war alles super interessant und ich bin allmählich auch zur Weinkennerin geworden
  • Ich habe einen Monat auf einer Schaf-und Ziegenfarm im Australischen Outback gelebt. Dort habe ich Schafe getrieben, habe riesige Lagerfeuer gemacht, war Nachts mit dem Farmer auf Wildschwein- und Kängurujagd und habe ein Pferderennen gesehen. Eine interessante aber nicht sehr tolle Erfahrung: Das Schlachten eines Schafes. Super eklig, aber da kommt das Fleisch her das wir essen!

Was als Nächstes kommt
Über Neujahr werde ich in Sri Lanka sein. Dort will ich mit dem Zug vorbei an Ceylon Teeplantagen fahren, Leoparden und Elefanten bei einer Safari beobachten und an den traumhaften Stränden im Süden relaxen. Ende Januar geht es dann zurück nach Deutschland für einen neuen Job. Ich verrate nur so viel: Ich werde oft über den Wolken sein und für das Reisen bezahlt werden! Ich bin schon gespannt :-)

20. Dezember 2014

Work & Travel in Australien: So bekommst du einen Job

Ich habe ein Jahr in Australien verbracht und mir durch insgesamt sechs verschiedene Jobs meine Reisekasse aufgebessert. Um genau zu sein, bin ich am Ende sogar mit mehr Geld in der Tasche zurück nach Deutschland gekommen! Mit 5000€ in Australien angekommen und mit 2000€ mehr wieder zurück. Und ich habe keines Wegs, das Ganze Jahr gearbeitet. Ich bin fast einmal um ganz Australien gefahren, habe zwischendrin einen Monat Urlaub auf Bali gemacht, war auf den Fijis, nochmal in Indonesien, in Singapur, Thailand… Kaum zu Glauben oder? In Australien verdient man im Vergleich zu Deutschland viel mehr, wobei natürlich die Lebenskosten auch etwas höher sind. Doch mit ein paar Tipps und Tricks lässt es sich auch in Australien sparen.
Wichtig ist aber natürlich erstmal, dass man einen Job bekommt. Und das ist gar nicht so einfach, denn es gibt noch viele andere Work-and-Traveller die nach einem Job suchen.

Du willst nach Australien und suchst einen Job? Oder du bist schon dort und es will einfach nicht klappen?

So bekommst du einen Job:

1. CV-Bombing
Verteilt euere englischen Lebensläufe überall, wo ihr euch vorstellen könntet zu arbeiten. Gebt sie direkt ab, anstatt euch online zu bewerben. Und am Besten Vormittags, denn ihr solltet euch am Besten direkt beim Manager vorstellen. Der frühe Vogel fängt den Wurm! Die Wahrscheinlichkeit, dass ihr so genommen werdet ist viel höher. Bars und Cafés (zumindest in Großstädten) bekommen meistens täglich 10 Lebensläufe oder mehr- wenn der Manager euch kennt stecht ihr heraus! Natürlich könnt ihr dafür auch die allseits bekannte Internetseite Gumtree nutzen. Informiert euch dort, wo Leute gesucht werden, sucht die Adressen raus und stellt euch direkt vor. Offensive ist gefragt!

2. Verbringt den Tag auf Gumtree!

Den ganzen Tag vorm Laptop sitzen. Ja, hört sich Langweilig an, aber es bringt was! Auf der Seite kommen immer wieder neue Jobangebote. So ungefähr im 5 Minuten Takt. Da fast jeder Backpacker dort nach Jobs sucht, muss man schnell sein! Sobald ein neues, einigermaßen passendes Angebot auftaucht, darf man nicht zögern, sondern direkt anrufen! Vor Allem bei Jobs, die nur für einen Tag gedacht sind, oder nur für eine Woche, nehmen die Arbeitgeber meist die Ersten, die anrufen. Und falls es beim ersten Mal nicht funktioniert, immer nachhaken und zeigen, dass ihr Interesse habt! Die Australier sind, was Zurückrufen oder auf Emails antworten angeht, meist sehr faul...

3. Connections!
Viele meiner Jobs habe ich auch durch Connections bekommen. Fragt Leute aus dem Hostel, wo sie arbeiten und ob dort eventuell noch jemand gebraucht wird! Ihr könnt natürlich auch direkt im Hostel fragen, ob sie jemanden brauchen und dort eventuell für Unterkunft ein paar Stunden am Tag arbeiten. So könnt ihr Geld sparen bis ihr einen anderen Job gefunden habt.

4.Stellt eine Anzeige ins Internet!
Vor Allem wenn ihr einen Farmjob sucht, habt ihr so sehr gute Chancen den passenden zu finden. Ich habe zwei Mal eine Anzeige auf Gumtree gestellt, in der ich kurz beschrieben habe wer ich bin und was ich bisher gemacht habe. Zwei Mal hat das bei mir geklappt! Natürlich bekommt man auch viele Angebote für Woofing (arbeiten für Unterkunft und Essen ohne direktes Einkommen), doch ich hatte Glück und habe bei meinen Jobs auch was verdient! Eine andere Möglichkeit wäre, sich bei einer Arbeitsagentur anzumelden. Zwar verdient ihr durch die Vermittlung des Jobs, dann ein kleines bisschen weniger, aber Job ist Job. Allerdings sollte man auf solche Agenturen nicht allzu sehr vertrauen. Ich habe einige getroffen, die darüber einen Job bekommen haben, aber auch viele bei denen es nicht geklappt hat.

5. Geht da hin, wo gerade keiner ist
Klar, im Australischen Winter gehen fast alle Backpacker in den Norden Australiens, wo es sonnig und warm ist. Doch vor Allem in der Zeit, kurz vor dem Australischen Sommer, sollte man es mit der Jobsuche in Regionen versuchen, wo nicht gerade jeder ist. Also kurz bevor dort die "Saison" beginnt. Ich war so beispielsweise im Australischen Winter/Frühling in Melbourne. Das Wetter war schrecklich- kalt und viel Regen. Doch es hat sich gelohnt. Nahezu jeden Tag sind Leute in unser Hostel gekommen und haben Backpacker für Jobs gesucht. Es lief so gut, dass man als Backpacker sogar schon wählerisch wurde bei der großen Auswahl an Jobs.

6. Probiert es in euerem Berufsfeld
Vor Allem Mechaniker, Frisöre oder Krankenschwestern sind in Australien gefragt. Habt ihr eine Ausbildung der Art gemacht, probiert damit in Australien einen Job zu finden!
Da ich eine Krankenschwesterausbildung habe, habe ich mich für eine australische Krankenschwesteragentur beworben und für diese etwa 3 Monate gearbeitet. Die Agentur hat mir sogar das Reisen in Australien ermöglicht! Verdienen tut man in diesen Berufen auch mehr als in Deutschland! Und ganz nebenbei kommt es bestimmt im Lebenslauf auch gut, wenn man Auslandserfahrung vorweisen kann. Mehr zu meinem Job als Krankenschwester in Australien hier.

7."Wenn der Lebenslauf nicht passt, wird er passend gemacht"
In Deutschland würde man sowas natürlich nie machen. Doch in Australien ist das Alles ein bisschen anders und wird bei Backpackern oft nicht ganz so Ernst genommen. Natürlich "darf" man das nur bei "einfachen" Jobs, dh. Jobs die keine Ausbildung oder Studium voraussetzten! Ich habe total viele getroffen, die in ihrem Lebenslauf etwas geschummelt haben- und dadurch einen Job hatten! Vor Allem bei Jobs im Café, Restaurant oder Bar wird oft Erfahrung erwartet. Ohne Erfahrung wird man oft direkt abgelehnt. Also lieber mal im Lebenslauf erwähnen, man hätte zumindest ein paar Wochen/Monate in einem Café gearbeitet- und schwups hat man zumindest ein Probearbeiten in der Tasche. Und selbst da fliegt man nicht so leicht auf. Sollte man die Kaffeemaschine beispielsweise nicht beherrschen kann man immer noch sagen "In Deutschland ist das anders". Klar lügen tut man nicht gerne, doch wenn man wirklich einen Job in Australien will, ist das eine Notlösung.

Probiert das aus und ihr werdet einen Job bekommen! Ich drücke euch die Daumen!

13. Dezember 2014

Blogging under the mistletoe {Wintergenuss}

Türchen Nummer 13 geht auf - das heißt noch 11 Mal schlafen bis Weihnachten :) 
Und das heißt auch noch elf Tage um die letzten Geschenke zusammen zu bekommen. Gestern hat sich das Türchen von Bina (Ja-sagerin) geöffnet und sie hat euch ein tolles weihnachtliches DIY gezeigt. Und heute öffnet sich unser Türchen! Ich hab mir für dieses Jahr überlegt meinen Verwandten und Freunden etwas selbst Gebackenes zu schenken. 

Heute, am Samstag, ist bestimmt die Hölle los in der Stadt, deshalb schlage ich vor - auf in den Supermarkt, ein paar Zutaten besorgen- und dann ab in die Küche um eine kleine feine Köstlichkeit zu zaubern, die sich bis Weihnachten(wenn man sie Luftdicht verpackt) gut hält und ein sehr süßes Geschenk ist.

Der Ministollen kam mir ganz spontan in den Sinn - ich liebe den Stollen von der Oma, deshalb hab ich mir ihr Rezept geben lassen und dann einfach ausprobiert. Damit ich ihn verschenken kann, hab ich ihn noch in kleine Tütchen vom Depot gesteckt und mit kleinen Geschenkanhängern verziert.
Viel Spaß beim Nachbacken und Naschen :)


Zutaten für 32 kleine Ministollen:
50g Zitronat
50g Orangeat
100g gehackte Mandeln
150g Rosinen
3 Schnapsgläser Rum
350g Mehl
50g Zucker
1 Würfel Hefe
130 ml Milch
ein Stein Butter
abgeriebene Zitronenschale
Salz
1 Ei
Lebkuchengewürz
Mark einer Vanilleschote
200g Marzipanrohmasse
Puderzucker

Los geht's: Damit das Rumaroma so richtig schön intensiv wird, Zitronat, Orangeat, Mandeln und Rosinen schon am Vorabend mit dem Rum übergießen, gut vermengen und über Nacht zugedeckt ziehen lassen. Am nächsten Tag dann zunächst mal den Hefeteig ansetzen: dazu 200g Mehl in eine Schüssel sieben und mit 50g Zucker vermengen. Ein kleine Mulde in die Mitte drücken und dann die Hefe hineinbröckeln und mit  der heißen Milch übergießen. Das Ganze dann an einem warmen Ort für mindestens 30 Min. gehen lassen (lieber ein bisschen länger ;) ).
In der Zwischenzeit kann man schon mal das Marzipan vorbereiten und in 32 kleine Stücke schneiden und zu kleinen ca. 4 cm lange Röllchen formen.
Wenn die Geh-Zeit vorbei ist, 150g Mehl, 120g flüssige Butter, die Zitronenschale, eine kleine Prise Salz und Eigelb hinzufügen. Falls der Teig zu trocken oder zu feucht ist, noch ein wenig Milch oder Mehl nachgeben. Danach kommt das Lebkuchengewürz und das Vanillemark dazu. Und zu guter letzt die Rum-Mischung vorsichtig unterheben und dann den Teig noch einmal für 15 Min. gehen lassen. Nun gehts daran die kleinen Ministollen zu formen: dazu brauchen wir erstmal 32 kleine Teile. Diese platt drücken; In die Mitte kommt die kleine Marzipanrolle und dann die eine Seite über das Marzipanröllchen klappen. Die kleinen Stollen dann für 20-30 Min. bei 180 Grad bei Umluft backen und am besten mit Alufolie abdecken damit sie nicht schwarz werden. Nach dem Backen mit flüssiger Butter betreichen und in Puderzucker wenden - schon fertig :)

Morgen öffnet sich das 14. Türchen des Bloggeradventskalenders. Wir sind schon gespannt was für eine Überraschung Marina sich überlegt hat!

5. Dezember 2014

Die letzten Monate auf Instagram

Hallo ihr!
Seit knapp zwei Wochen bin ich jetzt wieder in Deutschland. Die Monate zuvor bin ich ziemlich viel gereist. Von Fiji weiter nach Bali, Lombok, Java, Singapur, Bangkok und Chiang Mai.
Über Fiji habe ich ja bereits hier und hier berichtet. Fiji war wirklich traumhaft schön. Am Ende wusste ich gar nicht mehr welcher mein Lieblingsstrand war- einer schöner als der andere! Zufällig war ich während des "Fiji Day"s (Unabhängigkeit von England wird gefeiert) dort und konnte an den Zeremonien und Sportveranstaltungen, die an diesem Tag stattfinden teilnehmen. Eine wunderschöne farbige Blumenkette zeigte zu welchem Team man gehörte.
Von den Fijis aus ging es weiter nach Bali, mit kurzem Zwischenstopp in Australien. Auf Bali relaxten wir erstmal ein paar Tage in Kuta. Tagsüber waren wir surfen und am Abend genossen wir den Sonnenuntergang am Seminyak Beach in der legendären Strandbar "La Plancha". Auch den Süden Balis, die Halbinsel Bukit Peninsula, haben wir uns angesehen: den Padang Padang Beach,  Balangan Beach und Uluwatu. Besonders der Balangan Beach hat mir gefallen. Dort kann man gemütlich in aus Holz erbauten Strandbars sitzen, eine kalte Kokosnuss schlürfen und dabei die Surfer beobachten. Neben einem sitzen professionelle Surferfotografen mit Meter langen Objektiven. Super Atmosphäre!
Wenn ihr mehr über Bali lesen wollt, dann schaut doch hier mal nach.

Von Bali aus ging es dann bald weiter nach Senggigi auf Lombok. Mit einem Motorroller haben wir die wunderschönen einsamen Palmenstrände erkundet und haben immer wieder frische Kokosnüsse geschlürft. Danach buchten wir eine Drei-Tage-Tour auf den Mount Rinjani. Es war das anstrengendste was ich je gemacht habe, aber es hat sich gelohnt!
Von Lombok aus flugen wir weiter nach Surabaya auf Java. Leider war ich dann ein paar Tage krank und musste sogar ins Krankenhaus, um Malaria auszuschließen (war alles gut). Als ich dann wieder gesund war, fuhren wir mit dem lokalen Bus nach Cemoro Lawang, zum Vulkan Bromo. Nach einem wunderschönen Sonnenaufgang dort, ging es dann auch schon gleich weiter nach Yogyakarta. Die Stadt hat mir total gut gefallen: viele Fahrrad-Ritschas, viel Kunst und eine sehr relaxte Atmosphäre. Von Yogyakarta aus besuchten wir den, nur etwa eine Stunde entfernten Tempel Borobodur. Ein wirklich netter Tempel, umgeben von Bergen und Dschungel. Man sollte sich dort jedoch auf indonesische Schulgruppen vorbereiten, die wirklich alle fünf Meter ein Foto mit einem machen wollen :-D
Nächster Stopp war Singapur. Dort bin ich so viel gelaufen wie schon lange nicht mehr! Singapur ist wirklich eine sehr interessante, moderne Stadt- ganz anders als der Rest Asiens. Es gibt einen "Cloud Forest" in einer riesigen Glaskuppel mit Wasserfall, künstliche leuchtende Bäume und Hologram-ähnliche Projektionen auf einen Brunnen (Fountain Show vorm Marina Bay Sands). Super Modern! Doch in Singapur gibt es mehr: Little India, Arab Quarter, Chinatown… es gibt also auch sehr viele verschiedene Kulturen zu entdecken! Ein Cocktail auf dem Dach des "Marina Bay Sands" durfte natürlich auch nicht fehlen ;-)
Von Singapur gings weiter nach Bangkok. Endlich wieder Thailand! Ich habe ja bereits hier über meinen Thailand Urlaub vor ein paar Jahren berichtet. Dieses Mal wollte ich aber auch einen  der bekannten schwimmenden Märkte sehen. Für gerade mal 5 Euro buchten wir eine Tour zum "Damnoen Saduak" Markt, der eine Stunde von Bangkok entfernt ist. Der Markt war schon ziemlich touristisch und ich war froh nicht in einem der Touristenboote zu sitzen, die dort nur im Stau standen. Zu Fuß war es perfekt! Etwas abseits des Hauptteiles des Marktes, sah es dann schon ein bisschen authentischer aus. Dort wurde viel Obst und Gemüse von den Booten aus verkauft. 
In Bangkok habe ich mich mit einer Freundin aus Australien getroffen und leckeres Kokosnusseis gegessen. Auf dem Chatuchak Market war ich dann natürlich auch wieder. Das ist ein riesiger Markt in Bangkok, auf dem es einfach wirklich alles gibt! Häschen im Puppenkleid, Heuschrecken auf dem Spieß, T-Shirts, Hosen, Bücher, selber genähte Ledertaschen, Haushaltswaren… Ein interessantes kleines Schnäppchenparadies!
Für ein paar Tage flogen wir dann nach Chiang Mai. Dort lies ich es mir in einem der Spa's gut gehen, relaxte am Pool und besuchte viele Tempel. Die Stadt hat ein total entspanntes Flair!
Zurück in Bangkok besuchten wir einen Blumenmarkt, auf dem so viele tolle Blumen verkauft wurden- ein Stauß frische Orchideen kostete gerade mal 10 Cent! Abends ging es in  die "Moon Bar" im Banyan Tree Hotel, von wo aus man wohl eine der besten Aussichten über Bangkok hat! Ein gelungener Abschluss…
Und schwups, am nächsten Tag war ich wieder in Deutschland! Doch ziemlich bald geht es dann hoffentlich auch schon wieder in Richtung Osten :)
Wenn ihr meine Reisen verfolgen wollt, dann schaut doch einfach mal bei mir auf Instagram vorbei ;-)

30. November 2014

Es gibt wieder einen Bloggeradventskalender!

Hallo ihr Lieben!
Seit knapp einer Woche bin ich nun wieder im kalten Deutschland und schwups, schon ist wieder Weihnachtszeit! Während ich letztes Jahr mit Weihnachtsmütze und Bikini Weihnachten am Strand  von Australien gefeiert habe, werde ich wohl dieses Jahr wieder im Kreise der Familie feiern. 
Das Fernweh macht mir schon wieder zu schaffen und ich bin schon fleißig am planen wann es wieder in die Ferne geht…
Dieses Jahr nehmen wir, wie auch letztes Jahr auch, wieder an einem Bloggeradventskalender teil. Jeden Tag öffnet sich bei einem anderen Blogger ein neues Türchen und es gibt weihnachtliche Do-it-yourselfs, Rezepte und Gewinnspiele. Und auch unser Türchen öffnet sich am 13. Dezember. Seid gespannt was sich dahinter versteckt!



Hier die Übersicht:

26. November 2014

Roadtrip auf der Great Ocean Road

Ein Roadtrip auf der Great Ocean Road im Südöstlichen Australien gehört wohl zu den Top Roadtrips der Welt. Wenn man an die Great Ocean Road denkt, dann denkt man sofort an die Twelve Aposteles und stellt sich eine Straße vor, die sich, wie der Name schon sagt, an der Küste entlang schlängelt. Doch die Great Ocean Road führt nicht nur an der Küste entlang, sondern auch durch grüne Hügellandschaften und Eukalyptuswälder, vorbei an grasenden Schafen, zutraulichen Papageien und schlafenden Koalas: Eine Straße, die viel mehr zu bieten hat als ein paar Steine im Meer.
Unsere Reise begann in Melbourne, von wo aus man etwa zwei Stunden nach Torquay braucht, wo die Great Ocean Road beginnt. Torquay ist ein kleiner Ort am Meer, in dem vor Allem das Surfen eine große Rolle spielt. Jährlich finden dort am Bells Beach oder wahlweise auch am Johanna Beach die Rip Curl Pro Championships statt und jeder der sich einmal auf der Welle probieren möchte, kann das an diesen Stränden tun. Nachdem wir uns nochmal im McDonalds gestärkt hatten fuhren wir die Great Ocean Road weiter in Richtung Westen.

Der erste Part der Great Ocean Road führt direkt am Meer entlang. Die Küste ist wirklich wunderschön. Gelb-orange Felsen an denen sich die Wellen brechen, nette kleine Leuchttürme und endlose Strände wo sich die Surfer im Meer tümmeln.

Danach führt die Great Ocean Road ein Stück durchs Innland. Damit hatte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet! Auf einmal fand man sich in einer saftig-grünen Hügellandschaft wieder, wo hunderte Schafe genüsslich grasten.


Kurz nach dem kleinen Ort Apollo Bay tauchte man plötzlich in den tiefen Regenwald ein. Ein wunderschöner Rundweg durch den Regenwald ist "Maits Rest". Dort läuft man auf einem kleinen Steg vorbei an riesigen Bäumen und unglaublich vielen Farnen.


Und dann kam auch schon das Highlight der Great Ocean Road. Die Twelve Apostles. Eigentlich sind es ja nur sieben Steine im Meer. Es waren mal zehn, doch einige der Felsen sind zerfallen- zwölf waren es nie, angeblich hat man ihnen nur den Namen gegeben weil es nunmal der Bibel nach Zwölf Apostel sind, und sich das besser anhört.






Und dann ging es auch schon wieder zurück nach Melbourne. Nochmal entlang der Great Ocean Road. Zufällig war das genau zur goldenen Stunde. Wir hielten nochmal kurz in Kennet River an. Dort konnten wir Koalas in den Bäumen beim essen oder schlafen zusehen und zufällig waren auch ein paar bunte Papageien unterwegs, die sich einfach auf unsere Köpfe, Arme und Schultern setzten . Pünktlich zum Sonnenuntergang machten wir am Strand halt und beobachteten wie sich die Surfer auf den Weg nach Hause machten. Das perfekte letzte Bild der großartigen Straße entlang des Ozeans.

7. November 2014

Besteigung des Mount Rinjanis auf Lombok

Tag 1
Um 5 Uhr wurden wir geweckt und mit einem Taxi von Senggigi aus in einen kleinen Ort direkt am Mount Rinjani gebracht. Dort gab es zur Stärkung einen Bananapancake und Kaffee und dann ging die Wanderung auch schon los. Wir wanderten über Wiesen und Felder, nicht sehr anstrengend. Doch wir sahen schon vor uns was uns erwartete. Der höchste Punkt des Mount Rinjanis liegt 3726m über dem Meeresspiegel. Wir starteten die Wanderung auf etwa 1000m Höhe. In den nächsten Stunden sollten wir also mehr als 2000 Höhenmeter hinter uns bringen. Irgendwann wurde es dann zum Glück etwas kühler, denn bei 30 Grad in praller Sonne zu wandern ist nicht das angenehmste. Der Weg wurde zunehmend steiler und immer öfter musste man stehen bleiben um nach Luft zu schnappen oder seinen Durst wegzutrinken. Nach ca. 6 Stunden hatten wir dann endlich den Kraterrand erreicht. Ein Wolkenschleier verdeckte die Sicht auf den See innerhalb des Kraters und zauberte eine mystisch-düstere Stimmung. 




Leider wurde einem auch sofort bewusst, was der Tourismus mit dem Vulkan anstellt. Überall um das Camp herum lag Müll- und zwar nicht nur hier und da mal ein Kaugummipapier, sonder richtig viel Müll. Fast schon wie auf einer Müllhalde. Wir hatten eine 3-Tage-Tour gebucht, bei der wir einen Guide und Träger hatten, die unsere Zelte trugen und aufbauten und für uns kochten. Eigentlich hatten wir uns vorher informiert und extra einen etwas höheren Preis für die Tour gezahlt, da uns der Touranbieter versicherte, die Guides und Porter in seinem Team würden den Müll wieder mit hinunter nehmen. Pustekuchen. Mit dem Müll wurde nur so um sich geschmissen. Wir haben versucht so viel Müll wie möglich selbst wieder mit hinunter zu nehmen, doch ist das bei nur einem kleinen Rucksack auf dem Rücken kaum möglich.
Am unserem ersten Nachlager am Kraterrand angekommen, machten wir es uns auf einer Plane gemütlich, warteten auf unser Abendessen und bestaunten die vorbeiziehenden Wolkenfetzen. Pünktlich zum Sonnenuntergang war die Sicht frei auf einen kitschigen orange-pinken Sonnenuntergang über dem Kratersee. 

Fazit: Der erste Tag war nicht so anstrengend. Wahnsinn was die Porter hier für Arbeit leisten! Sie tragen das Essen, die Zelte, die Getränke… Teilweise 30 kg Gepäck den Berg hoch (in Flipflops!) und sind trotzdem schneller als die Touristen mit ihren Wanderschuhen und dem im Vergleich federleichtem Gepäck. Respekt!

Tag 2
Die Nacht war kalt und sehr kurz. Um 2:30 Uhr wurden wir geweckt. Zeit für die Gipfelbesteigung - im Dunkeln! Zu Beginn war es noch relativ einfach, doch es wurde zunehmend steiler und sandiger. Die Schuhe waren immer wieder voller Sand und man rutschte bei jeden Schritt immer wieder herunter.  Nach ein paar Stunden wurde es langsam hell, der Gipfel war schon in Sicht. Doch die letzten 100 Meter sollten die schwersten werden. Der Weg war unglaublich steil und man rutsche wirklich bei so gut wie jedem Schritt zwei wieder herunter. Und das Morgens, im Halbdunkeln, ohne Frühstück. Ich kämpfte mich die letzten Meter hoch… Und habe es geschafft! Nach 4 Stunden. Man wurde mit einem 360° Umblick belohnt und einem Gefühl des Triumphes. Ich hatte vorher noch nie in meinem Leben einen Berg bestiegen und im Großen und Ganzen bin ich auch wirklich sehr unsportlich. Ich hatte es mir also nicht wirklich zugetraut - aber geschafft! :-)


Danach ging es wieder 2 Stunden den gleichen Weg zurück zum Camp, wo es endlich Frühstück gab. Doch nach einer Stunde Pause ging es auch schon wieder weiter. In den Krater hinunter, zum See und zu heißen Quellen. Nach etwa 3 Stunden sind wir dort angekommen und haben das Bad in den heißen Quellen genossen. Super entspannend nach einer langen Wanderung und auch bitter nötig, denn die Wege sind sehr staubig - unsere Beine und auch Arme waren teilweise pechschwarz. Juhu, endlich Waschen! 

Nach dem Mittagessen ging es dann auch schon wieder auf der anderen Seite den Kraterrand hoch. Nach etwa 4 Stunden sind wir oben angekommen, in unserem Camp für die zweite Nacht. Wolken bedeckten die Sicht nach unten, doch alles deutete auf einen super Sonnenuntergang hin. Und wieder hatten wir Glück: Sonnenuntergang Nummer zwei ✓

Fazit: Der wohl anstrengendste Tag der Tour! 





Tag 3
Die Nacht war stürmisch. Leider hatte ich am Morgen Bettwanzen Bisse - ein super Start in den Morgen! Nach dem Frühstück begann unser Abstieg bis zum Dorf Senaru. Zu Beginn ging es wieder viel über Wiesen bis wir weiter unten durch Urwald wanderten. Das Ganze zog sich ziemlich und alle freuten sich schon wieder darauf unten anzukommen. Nach 6 Stunden war es dann auch endlich so weit! Total schlaftrunken wurden wir mit einem Taxi zurück nach Senggigi gefahren. Glücklicherweise hatten wir bei der Wanderung ein Pärchen kennengelernt, das gute Verbindungen zum Sheraton in Senggigi hat, wodurch wir dann eine Nacht kostenlos im fünf Sterne Sheraton übernachten durften!
Das war wohl die beste Belohnung, die ich mir für die Anstrengenden drei Tage wandern überhaupt hätte erträumen können.
Fazit: Der Muskelkater der mich nach dem zweiten Tag heimsuchte, war wirklich der allerschlimmste Muskelkater, den ich in meinem ganzen Leben je hatte! Die Besteigung des Mount Rinjanis ist definitiv kein Kindergeburtstag!
Praktische Tipps:
  • Dicke Klamotten einpacken! Nachts wird es sehr kalt. Ohne meine Fließjacke hätte ich wohl nicht überlebt ;-)
  • Bequeme eingelaufene Schuhe tragen, um Blasen zu vermeiden (ansonsten: Blasenpflaster mitnehmen!)
  • Kekse, Energiedrink oder Schokoriegel einpacken. Vor allem am zweiten Tag bei der Gipfelbesteigung wirst du sie brauchen (wie gesagt gibt es vorher kein Frühstück)
  • Desinfektionsmittel oder feuchte Tücher mitnehmen. Durch den Staub sind die Hände und der Rest des Körpers manchmal pechschwarz und beim Essen mit den Händen sind saubere Hände auch von Vorteil
  • Taschentücher oder Klopapier einpacken. Die Touranbieter sagen zwar, es wird mitgebracht, doch manchmal wird es dann doch vergessen
  • Ein großes Handtuch mitnehmen. Zum einen für die heißen Quellen und zum anderen für Toilettengänge. Oben gibt es nämlich kaum Büsche und wer will schon vor allen anderen Menschen "aufs Klo gehen"? Allgemein ist das offensichtlich dort auch für Männer etwas einfacher als für Frauen. Für einen Aufpreis gibt es auch Touren mit Toilettenzelt
  • Wer eine Budget Tour will, sollte wirklich Preise vergleichen und das günstigste Angebot nehmen. Wir dachten, indem wir mehr zahlen, ist die Tour besser bzw. es würde mehr auf die Umwelt geachtet werden - doch im Endeffekt sind alle Budget Touren gleich. Der wohl günstigste Preis für die 3-Tage-Tour liegt bei etwa 1 Millionen Rupiah (ca. 70€)
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