21. Juni 2014

Besuch des Tirta Empul Tempels {Bali}

Auf Bali gibt es unglaublich viele Tempel. Jede Familie hat ihren eigenen Haustempel, in fast jedem Shop, jedem Hotel, jedem Café und jedem Restaurant findet man einen. Darüber hinaus gibt es viele größere Tempel im Ort- man sieht hier weitaus mehr Tempel als man Kirchen in Deutschland sieht. 
Der Tirta Empul Tempel ist ein bekannter Wassertempel zu dem hinduistische Balineser pilgern um sich in seinen heiligen Quellen reinzuwaschen. Er war auf meiner Bali Reise der schönste Tempel den ich besucht habe! Um in den Tempel eintreten zu dürfen muss man als Frau und auch als Mann einen Sarong mit Schal um die Hüfte tragen. Ich hatte mir bereits auf dem Markt in Ubud einen wunderschönen Sarong gekauft, jedoch gab es auch die Möglichkeit sich am Eingang des Tempels kostenlos einen Sarong und Schal auszuleihen. Schon auf der Straße, die zu dem Tempel führt kamen mir einige Frauen mit Opfergaben auf dem Kopf entgegen und am Tempel angekommen erfuhr ich, dass an dem Tag eine Zeremonie war. Was für ein Glück! 




In dem Tempel gibt es drei Becken in denen aus verschiedenen Springbrunnen heiliges Quellwasser in die Becken läuft. Man stellt sich links an und wäscht sich mit Wasser aus jedem Springbrunnen bis man auf der rechten Seite der Becken ankommt. Während dem Waschen wird auch gebetet und es werden Gaben in kleinen Palmschalen geopfert. Immer wieder werden bunte Blütenblätter in das Wasser geworfen. Es riecht nach Räucherstäbchen und in den Ohren klingen die Töne der Gamelanmusik. Eine unglaublich mystische Stimmung!
Ich wurde von ein paar Balinesern gefragt ob ich nicht auch in den heiligen Quellen baden will. Da ich keine Kleidung zum wechseln dabei hatte lehnte ich das dankend ab. Doch dann sah ich, dass sich ein paar Leute mit ihren Händen Wasser in das Gesicht schütten, ohne ganz in ein Becken zu springen. Das habe ich dann auch gemacht. Vielleicht bringt das heilige Wasser ja doch was (geschadet hat es auf jeden Fall nicht) und es war eine gute Erfrischung dazu!






In einem anderen Teil des Tempels wurde am Boden sitzend gebetet und Unmengen an Gaben geopfert. Frauen trugen ihre leeren Opfergaben-Körben auf dem Kopf, um sich vor der Sonne zu schützen.








Am Ausgang des Tempels wurde eine Bühne aufgebaut und Schulklassen wurden mit ein paar balinesischen Tanzdarbietungen unterhalten. Schüler durften die Tänzerin auch zu einem Tanzduell herausfordern, was zu viel Gelächter führte...
Der Tirta Empul Tempel ist ein ganz besonderer Tempel, anders als die Tempeln in denen ich vorher war. Er sollte wirklich ein Must-See bei euerem nächsten Bali-Trip sein!

13. Juni 2014

Traditionelle balinesische Tänze

Eines meiner Highlights auf Bali war der Besuch einer traditionellen "Legon"- sowie "Kecak und Fire Dance" Aufführung. Bei beiden Tänzen tragen die Tänzer wunderschöne balinesische Gewänder mit Kopfschmuck und sind sehr betont geschminkt. 
Die Legon Aufführung habe ich mir im Ubud Palace angesehen. Eine tolle Location, denn der Legontanz wurde früher oft zur Belustigung des Königs in seinem Palast vorgeführt. Die Tänzerinnen tanzen alle zu Tönen der traditionellen Gamelanmusik. Zu Beginn hat sich das Geklimpere sehr durcheinander angehört, doch irgendwann konnte man einen Rhythmus erkennen. Jeder Tanz erzählt eine Geschichte. Bei dem Legon-Tanz wird ein Mädchen von einem König entführt, worauf ein Krieg ausbricht und der König am Ende stirbt.




Auch wirklich sehenswert ist der "Kecak and Fire Dance". Hier sitzen Männer um eine Fackel herum und singen nahezu ununterbrochen "Chak Chak Chak". Währenddessen wird getanzt und die Geschichte von Rama und Sita erzählt- eine Art indonesische Version von Romeo & Julia. Es sah wirklich toll aus! Und durch das Feuer als einzige Lichtquelle kam eine ganz besondere Stimmung auf. Am Ende wurde dann sogar durch Feuer getanzt! 




Ich habe mir die Tänze in Ubud, der Hochburg für balinesische Kultur angesehen (kostet etwa 5€). Doch es gibt noch viele andere Orte auf Bali wo man eine Aufführung besuchen kann. Ich fands super!

4. Juni 2014

Besuch einer Kaffeeplantage auf Bali

Hallo ihr Lieben!
Als wir auf Bali waren mieteten wir uns öfter mal ein Moped und fuhren damit ziellos durch die kleinen Dörfer, vorbei an Reisfeldern und tropischem Urwald. Zufällig entdeckten wir auf dem Weg eine nette kleine Kaffeplantage "Cantik-Agriculture". Ein sehr netter Mitarbeiter, Putu, der etwa in meinem Alter war, führte uns durch ein kleines Stück Urwald und plötzlich waren wir umgeben von Kaffeebohnen, Vanille, Ingwer, Zimt, Kakaobohnen… So einen Garten hätte ich gerne in Deutschland! Dann könnte ich Schokolade von den Bäumen pflücken! Er erklärte uns wie sie die Kaffeebohnen verarbeiten bis man ihn letztendlich trinken kann und zeigte uns die Unterschiede zwischen verschiedenen Kaffeebohnen.



Am Schluss durften wir dann eine ganze Reihe verschiedener Kaffees und Tees probieren. Kostenlos! Dabei war der bekannte Bali Coffee, Vanillekaffee, Schokokaffee, Gingsengkaffee… Meine Favoriten waren eindeutig der Cocoskaffee und der Lemongrass Tea!

Als Krönung bestellten wir uns dann noch den angeblich teuersten und besten Kaffee der Welt: Den Luwak Kaffee. Er hat eine ganz besondere Zubereitungsweise. So genannte Schleichkatzen werden mit Kaffeebohnen gefüttert. Nachdem sie den Verdauungstrakt der Kätzchen passiert haben kommen sie am Ende wieder hinten raus. Die Bohnen werden dann gewaschen, geröstet, gemahlen und schließlich mit Wasser aufgegossen- fertig ist der Luwak Kaffee! Das mag sich jetzt etwas eklig anhören. Immerhin trinkt man da ja praktisch Katzenkot. Doch durch Fermentationsprozesse im Verdauungstrakt der Kätzchen werden angeblich die Bitterstoffe gespalten, wodurch der Kaffee am Ende eine ganz spezielle erdig, milde Note bekommt. Ich bin trotzdem eher der Fan von Cocoskaffee!


Der Besuch der Kaffeeplantage war auf jeden Fall eine super Erfahrung und ich habe wirklich noch nie so leckere Kaffees und Tees getrunken!
Ward ihr schon einmal auf einer Kaffeeplantage?
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