16. September 2014

Gili Islands- Paradies für wenig Geld

Azurblaues Meer, bunte Fischchen und Korallengärten, Strandbars und atemberaubende Sonnenuntergänge. Das findet man auf den Gili Islands in Indonesien. Seit einigen Jahren stehen sie auf der Bucket-List Asiens ganz oben und Backpacker lieben diese Inseln. Die Inselgruppe besteht aus drei Inselchen: Gili Trawangan, die größte unter ihnen, auch bekannt als die Partyinsel. Gili Air, die zweigrößte Insel, auf der es etwas ruhiger zugeht als auf Gili T. Und last but not least Gili Meno, die kleinste und noch nicht allzu touristische Insel. Alle Inseln kann man innerhalb kürzester Zeit zu Fuß umrunden! Autos gibt es nicht. Als Verkehrsmittel dienen Pferdekutschen, Fahrräder oder man läuft einfach :-)

Ich habe (leider nur) eine Woche dort verbracht und bin von Insel zu Insel gehüpft. Auf Gili Trawangan habe ich meinen "Advanced Diver" gemacht und war jeden Tag fast drei mal unter Wasser.  Bei so ziemlich jedem Tauchgang habe ich Schildkröten gesehen!!! Doch das Highlight kam am letzten Tag auf Gili T: ein Nachttauchgang! Am Anfang war es einwenig gruselig im Dunkel so tief unter der Wasseroberfläche zu sein, doch jeder von uns (wir waren zu fünft) hatte eine Taschenlampe dabei und man gewöhnte sich daran. Außer ein paar schlafenden Fischchen und mehreren Feuerfischen sahen wir nichts außergewöhnliches, bis wir alle unsere Taschenlampen ausmachten. Es dauerte kurz bis man sich an die Dunkelheit gewöhnte und dann merkten wir dass wir uns inmitten von leuchtenden Plankton befanden. Man fühlte sich wie inmitten eines Sternenhimmels. Überall um einen herum leuchtete es und man schwebte schwerelos im Ozean. Unglaublich schön!



Abends gingen wir immer auf dem Nachtmarkt günstig essen, sahen uns den unglaublichen Sonnenuntergang in der "Sunset Bar" an, von wo aus man bis nach Bali schauen kann, oder feierten in einer der anderen Strandbars mit Sand zwischen den Zehen.





Nach einigen Tagen ging es weiter nach Gili Meno. Als wir dort ankamen wollten wir vor Ort erstmal nach einer netten Unterkunft sehen. Nach einer knappen Stunde Herumlaufen, samt vollgepacktem Backpack auf dem Rücken, hatten wir immernoch keine Unterkunft gefunden, die preislich und optisch unseren Vorstellungen entsprach. Das Preisleistungsverhältnis war einfach nicht so gut wie auf den anderen zwei Gili Inseln. Nachdem wir die Insel umrundet hatten und uns dort in einem netten Restaurant etwas gestärkt hatten, verliesen wir Gili Meno wieder… Dort gibt es sicher wunderschöne einsame Strände, doch irgendwie war ich nicht so sehr begeistert.
Gili Air wollte ich natürlich auch noch sehen. Auf dieser Insel ist auch ein Bisschen Party angesagt wie auf Gili Trawangan auf der anderen Seite bietet sie sich auch wunderbar zum Relaxen. Da ich dort meinen Geburtstag feierte übernachteten wir für ein paar Tage in einer kleinen zweistöckigen Palmenblätterdachvilla (40€ zwei Personen!) mit Hängematte auf dem Balkon inmitten eines Palmengartens. Eine Traumunterkunft! Frühstück gab es direkt am Strand- leckere Bananapancakes mit Früchten. Yummy! Den Tag verbrachten wir damit um die Insel zu laufen und in jeder schönen Strandbar einen Smoothie zu trinken, ein paar mal im Meer zu plantschen und uns entspannende Massagen zu  gönnen. Das ist Urlaub! Gili Air war meine Lieblingsinsel der Gili Islands- ein Mix von Gili Meno und Gili Trawangan.


 



Wer Urlaub auf Bali macht sollte den Gili Inseln unbedingt einen Besuch abstatten. Es gibt Unterkünfte in allen Preisklassen, das Essen ist günstig, man kann dort super (günstig) tauchen und man fühlt sich, ohne dass man viel Geld ausgeben muss, wie im Paradies- was will man als Backpacker mehr?

8. September 2014

Ein Ausflug nach Fraser Island

Fraser Island ist die größte Sandinsel der Welt und liegt an der australischen Ostküste, ca. 200 km nördlich von Brisbane. Zu Beginn dachte ich: Sandinsel- na dann gibt es da bestimmt viel Sand. Doch fährt man durch das Inland der Insel taucht man in tiefen, grünen Dschungel ein! Damit hatte ich nicht gerechnet! Ich hatte eine zwei Tagestour mit einer Übernachtung in einem Hostel gebucht. Die Fähren nach Fraser Island setzten vom Rainbow Beach oder Hervey Bay ab. Mit einem kleinen Bus mit Vierradantrieb wurden wir vom Hafen auf Fraser Island abgeholt und los ging das Abenteuer! Geteerte Straßen gibt es hier nur im Hauptort beim Hafen, danach besteht die Straße aus Sand- unmöglich für Autos ohne Vierradantrieb! Es wurde richtig hoppelig und ich hatte teilweise Angst das der Bus gegen die Bäume kracht, doch alles lief gut! Erster Stopp war der Lake McKenzie- kein normaler Badesee! Das Wasser ist hier Azurblau und man kann sich auf leuchtend weißen Sandstrand Sonnen! So einen außergewöhnlichen See habe ich noch nie gesehen!



Es ging weiter in den tiefen Dschungel- Zeit für eine kleine Wanderung! Wir liefen entlang eines kleinen Baches, vorbei an Palmen und Lianen an denen man sich allzu gern von Baum zu Baum geschwungen hätte.

Und schon war der erste Tag vorbei! Für den Sonnenuntergang fuhren wir zum Hafen. Gemütlich konnten wir hier den Abend ausklingen lassen.


Am nächsten Tag ging es dann endlich auf die berühmte Autobahn von Fraser Island- zum Strand! Wir hatten Glück, denn es war gerade Walsaison und wir konnten wirklich unglaublich viele Wale im Meer plantschen sehen! Man hatte auch die Möglichkeit mit einem Flugzeug über die Insel zu fliegen und die Wale von oben zu beobachten. Der Strand dient dabei als Start- und Landebahn! Allerdings war ich zu geizig Geld dafür zu zahlen ;-)

Die Fahrt auf dem Strand ging weiter zu einem gestrandetem verrostetem Schiffswrack - vorbei an den bekannten Inselbewohnern. Dingos! Die schauen zwar wirklich ganz lieb aus, man sollte aber vorsichtig sein, denn man hat es hier natürlich nicht mit einem Haustierhund zu tun sondern mit einem Wildhund. Das Schiffswrack, das im Jahre 1935 aufgrund eines Sturmes dort gestrandet war, sah wirklich interessant aus. Man konnte sogar in das Schiff hineinsehen.




Nächster Stopp waren die Champagne Pools. Das sind zwei natürliche Rockpools, in die die Wellen hereinbrechen und mit ihrem Schaum den Pool in eine Art Jacuzzi verwandeln. Es blubbert wie in einem Champagnerglas, daher auch der Name ;-) Auf dem Rückweg kamen wir dann noch am tollsten Aussichtspunkt der Insel vorbei, Indian Head. Von oben hat man einen 360° Blick und kann Wale, Haie und Rochen beobachten. Wow!
Wer Lust hatte konnte dann noch im Eli Creek, ein Bach in dem unglaublich klares Wasser fließt schwimmen. Leider war der aber so kalt, dass ich lieber nicht darin schwimmen wollte. 
Nach dem Abendessen ging es dann schon wieder zurück aufs Festland.




Auf Fraser Island gibt es also nicht nur Sand, sondern viel mehr! Der Ausflug dorthin hat sich für mich mehr als gelohnt und gehört auf jeden Fall auf die Bucket-List bei einer Reise in Australien.
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