30. November 2014

Es gibt wieder einen Bloggeradventskalender!

Hallo ihr Lieben!
Seit knapp einer Woche bin ich nun wieder im kalten Deutschland und schwups, schon ist wieder Weihnachtszeit! Während ich letztes Jahr mit Weihnachtsmütze und Bikini Weihnachten am Strand  von Australien gefeiert habe, werde ich wohl dieses Jahr wieder im Kreise der Familie feiern. 
Das Fernweh macht mir schon wieder zu schaffen und ich bin schon fleißig am planen wann es wieder in die Ferne geht…
Dieses Jahr nehmen wir, wie auch letztes Jahr auch, wieder an einem Bloggeradventskalender teil. Jeden Tag öffnet sich bei einem anderen Blogger ein neues Türchen und es gibt weihnachtliche Do-it-yourselfs, Rezepte und Gewinnspiele. Und auch unser Türchen öffnet sich am 13. Dezember. Seid gespannt was sich dahinter versteckt!



Hier die Übersicht:

26. November 2014

Roadtrip auf der Great Ocean Road

Ein Roadtrip auf der Great Ocean Road im Südöstlichen Australien gehört wohl zu den Top Roadtrips der Welt. Wenn man an die Great Ocean Road denkt, dann denkt man sofort an die Twelve Aposteles und stellt sich eine Straße vor, die sich, wie der Name schon sagt, an der Küste entlang schlängelt. Doch die Great Ocean Road führt nicht nur an der Küste entlang, sondern auch durch grüne Hügellandschaften und Eukalyptuswälder, vorbei an grasenden Schafen, zutraulichen Papageien und schlafenden Koalas: Eine Straße, die viel mehr zu bieten hat als ein paar Steine im Meer.
Unsere Reise begann in Melbourne, von wo aus man etwa zwei Stunden nach Torquay braucht, wo die Great Ocean Road beginnt. Torquay ist ein kleiner Ort am Meer, in dem vor Allem das Surfen eine große Rolle spielt. Jährlich finden dort am Bells Beach oder wahlweise auch am Johanna Beach die Rip Curl Pro Championships statt und jeder der sich einmal auf der Welle probieren möchte, kann das an diesen Stränden tun. Nachdem wir uns nochmal im McDonalds gestärkt hatten fuhren wir die Great Ocean Road weiter in Richtung Westen.

Der erste Part der Great Ocean Road führt direkt am Meer entlang. Die Küste ist wirklich wunderschön. Gelb-orange Felsen an denen sich die Wellen brechen, nette kleine Leuchttürme und endlose Strände wo sich die Surfer im Meer tümmeln.

Danach führt die Great Ocean Road ein Stück durchs Innland. Damit hatte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet! Auf einmal fand man sich in einer saftig-grünen Hügellandschaft wieder, wo hunderte Schafe genüsslich grasten.


Kurz nach dem kleinen Ort Apollo Bay tauchte man plötzlich in den tiefen Regenwald ein. Ein wunderschöner Rundweg durch den Regenwald ist "Maits Rest". Dort läuft man auf einem kleinen Steg vorbei an riesigen Bäumen und unglaublich vielen Farnen.


Und dann kam auch schon das Highlight der Great Ocean Road. Die Twelve Apostles. Eigentlich sind es ja nur sieben Steine im Meer. Es waren mal zehn, doch einige der Felsen sind zerfallen- zwölf waren es nie, angeblich hat man ihnen nur den Namen gegeben weil es nunmal der Bibel nach Zwölf Apostel sind, und sich das besser anhört.






Und dann ging es auch schon wieder zurück nach Melbourne. Nochmal entlang der Great Ocean Road. Zufällig war das genau zur goldenen Stunde. Wir hielten nochmal kurz in Kennet River an. Dort konnten wir Koalas in den Bäumen beim essen oder schlafen zusehen und zufällig waren auch ein paar bunte Papageien unterwegs, die sich einfach auf unsere Köpfe, Arme und Schultern setzten . Pünktlich zum Sonnenuntergang machten wir am Strand halt und beobachteten wie sich die Surfer auf den Weg nach Hause machten. Das perfekte letzte Bild der großartigen Straße entlang des Ozeans.

7. November 2014

Besteigung des Mount Rinjanis auf Lombok

Tag 1
Um 5 Uhr wurden wir geweckt und mit einem Taxi von Senggigi aus in einen kleinen Ort direkt am Mount Rinjani gebracht. Dort gab es zur Stärkung einen Bananapancake und Kaffee und dann ging die Wanderung auch schon los. Wir wanderten über Wiesen und Felder, nicht sehr anstrengend. Doch wir sahen schon vor uns was uns erwartete. Der höchste Punkt des Mount Rinjanis liegt 3726m über dem Meeresspiegel. Wir starteten die Wanderung auf etwa 1000m Höhe. In den nächsten Stunden sollten wir also mehr als 2000 Höhenmeter hinter uns bringen. Irgendwann wurde es dann zum Glück etwas kühler, denn bei 30 Grad in praller Sonne zu wandern ist nicht das angenehmste. Der Weg wurde zunehmend steiler und immer öfter musste man stehen bleiben um nach Luft zu schnappen oder seinen Durst wegzutrinken. Nach ca. 6 Stunden hatten wir dann endlich den Kraterrand erreicht. Ein Wolkenschleier verdeckte die Sicht auf den See innerhalb des Kraters und zauberte eine mystisch-düstere Stimmung. 




Leider wurde einem auch sofort bewusst, was der Tourismus mit dem Vulkan anstellt. Überall um das Camp herum lag Müll- und zwar nicht nur hier und da mal ein Kaugummipapier, sonder richtig viel Müll. Fast schon wie auf einer Müllhalde. Wir hatten eine 3-Tage-Tour gebucht, bei der wir einen Guide und Träger hatten, die unsere Zelte trugen und aufbauten und für uns kochten. Eigentlich hatten wir uns vorher informiert und extra einen etwas höheren Preis für die Tour gezahlt, da uns der Touranbieter versicherte, die Guides und Porter in seinem Team würden den Müll wieder mit hinunter nehmen. Pustekuchen. Mit dem Müll wurde nur so um sich geschmissen. Wir haben versucht so viel Müll wie möglich selbst wieder mit hinunter zu nehmen, doch ist das bei nur einem kleinen Rucksack auf dem Rücken kaum möglich.
Am unserem ersten Nachlager am Kraterrand angekommen, machten wir es uns auf einer Plane gemütlich, warteten auf unser Abendessen und bestaunten die vorbeiziehenden Wolkenfetzen. Pünktlich zum Sonnenuntergang war die Sicht frei auf einen kitschigen orange-pinken Sonnenuntergang über dem Kratersee. 

Fazit: Der erste Tag war nicht so anstrengend. Wahnsinn was die Porter hier für Arbeit leisten! Sie tragen das Essen, die Zelte, die Getränke… Teilweise 30 kg Gepäck den Berg hoch (in Flipflops!) und sind trotzdem schneller als die Touristen mit ihren Wanderschuhen und dem im Vergleich federleichtem Gepäck. Respekt!

Tag 2
Die Nacht war kalt und sehr kurz. Um 2:30 Uhr wurden wir geweckt. Zeit für die Gipfelbesteigung - im Dunkeln! Zu Beginn war es noch relativ einfach, doch es wurde zunehmend steiler und sandiger. Die Schuhe waren immer wieder voller Sand und man rutschte bei jeden Schritt immer wieder herunter.  Nach ein paar Stunden wurde es langsam hell, der Gipfel war schon in Sicht. Doch die letzten 100 Meter sollten die schwersten werden. Der Weg war unglaublich steil und man rutsche wirklich bei so gut wie jedem Schritt zwei wieder herunter. Und das Morgens, im Halbdunkeln, ohne Frühstück. Ich kämpfte mich die letzten Meter hoch… Und habe es geschafft! Nach 4 Stunden. Man wurde mit einem 360° Umblick belohnt und einem Gefühl des Triumphes. Ich hatte vorher noch nie in meinem Leben einen Berg bestiegen und im Großen und Ganzen bin ich auch wirklich sehr unsportlich. Ich hatte es mir also nicht wirklich zugetraut - aber geschafft! :-)


Danach ging es wieder 2 Stunden den gleichen Weg zurück zum Camp, wo es endlich Frühstück gab. Doch nach einer Stunde Pause ging es auch schon wieder weiter. In den Krater hinunter, zum See und zu heißen Quellen. Nach etwa 3 Stunden sind wir dort angekommen und haben das Bad in den heißen Quellen genossen. Super entspannend nach einer langen Wanderung und auch bitter nötig, denn die Wege sind sehr staubig - unsere Beine und auch Arme waren teilweise pechschwarz. Juhu, endlich Waschen! 

Nach dem Mittagessen ging es dann auch schon wieder auf der anderen Seite den Kraterrand hoch. Nach etwa 4 Stunden sind wir oben angekommen, in unserem Camp für die zweite Nacht. Wolken bedeckten die Sicht nach unten, doch alles deutete auf einen super Sonnenuntergang hin. Und wieder hatten wir Glück: Sonnenuntergang Nummer zwei ✓

Fazit: Der wohl anstrengendste Tag der Tour! 





Tag 3
Die Nacht war stürmisch. Leider hatte ich am Morgen Bettwanzen Bisse - ein super Start in den Morgen! Nach dem Frühstück begann unser Abstieg bis zum Dorf Senaru. Zu Beginn ging es wieder viel über Wiesen bis wir weiter unten durch Urwald wanderten. Das Ganze zog sich ziemlich und alle freuten sich schon wieder darauf unten anzukommen. Nach 6 Stunden war es dann auch endlich so weit! Total schlaftrunken wurden wir mit einem Taxi zurück nach Senggigi gefahren. Glücklicherweise hatten wir bei der Wanderung ein Pärchen kennengelernt, das gute Verbindungen zum Sheraton in Senggigi hat, wodurch wir dann eine Nacht kostenlos im fünf Sterne Sheraton übernachten durften!
Das war wohl die beste Belohnung, die ich mir für die Anstrengenden drei Tage wandern überhaupt hätte erträumen können.
Fazit: Der Muskelkater der mich nach dem zweiten Tag heimsuchte, war wirklich der allerschlimmste Muskelkater, den ich in meinem ganzen Leben je hatte! Die Besteigung des Mount Rinjanis ist definitiv kein Kindergeburtstag!
Praktische Tipps:
  • Dicke Klamotten einpacken! Nachts wird es sehr kalt. Ohne meine Fließjacke hätte ich wohl nicht überlebt ;-)
  • Bequeme eingelaufene Schuhe tragen, um Blasen zu vermeiden (ansonsten: Blasenpflaster mitnehmen!)
  • Kekse, Energiedrink oder Schokoriegel einpacken. Vor allem am zweiten Tag bei der Gipfelbesteigung wirst du sie brauchen (wie gesagt gibt es vorher kein Frühstück)
  • Desinfektionsmittel oder feuchte Tücher mitnehmen. Durch den Staub sind die Hände und der Rest des Körpers manchmal pechschwarz und beim Essen mit den Händen sind saubere Hände auch von Vorteil
  • Taschentücher oder Klopapier einpacken. Die Touranbieter sagen zwar, es wird mitgebracht, doch manchmal wird es dann doch vergessen
  • Ein großes Handtuch mitnehmen. Zum einen für die heißen Quellen und zum anderen für Toilettengänge. Oben gibt es nämlich kaum Büsche und wer will schon vor allen anderen Menschen "aufs Klo gehen"? Allgemein ist das offensichtlich dort auch für Männer etwas einfacher als für Frauen. Für einen Aufpreis gibt es auch Touren mit Toilettenzelt
  • Wer eine Budget Tour will, sollte wirklich Preise vergleichen und das günstigste Angebot nehmen. Wir dachten, indem wir mehr zahlen, ist die Tour besser bzw. es würde mehr auf die Umwelt geachtet werden - doch im Endeffekt sind alle Budget Touren gleich. Der wohl günstigste Preis für die 3-Tage-Tour liegt bei etwa 1 Millionen Rupiah (ca. 70€)
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